Aktuelles

In der 50. Ausgabe des Gemeinsamen Ministerialblattes (GMBl, Datum: 30.11.2017) wurden die von FoBiG im Auftrag der DGUV überarbeiteten Arbeitsplatzgrenzwerte, die innerhalb des RCP-Konzepts (reciprocal calculation procedure) zur Bewertung von Kohlenwasserstoffgemischen Anwendung finden, veröffentlicht und besitzen nunmehr Rechtsgültigkeit. Außerdem wurde in der letzten Ausgabe von 2017 der Zeitschrift „Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft“ der erste Teil einer zweiteiligen Publikation zu diesem Thema veröffentlicht. Darin wird beschrieben wie die neuen Arbeitsplatzgrenzwerte abgeleitet wurden.

“The Times They Are A-Changin” (Bob Dylan)

Zum Ende des Jahres 2017 blicken wir zurück: Auf unseren Workshop zum 25. Jubiläum im Juni –
herzlichen Dank an alle, die diesen schönen Anlass mit uns in Oberbergen gefeiert haben – und
auf viele spannende Projekte, zur harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung, zur Richtlinie
2004/37/EG zu Karzinogenen und Mutagenen am Arbeitsplatz, Bewertung von Gummipartikeln
in Kunstrasen, und vielen REACH-Registrierungs- und Zulassungsprojekten, um nur ein paar zu
nennen.
Das Jahr 2018 wird eine wichtige Änderung bringen: unsere Urgesteine Martin Hassauer und
Fritz Kalberlah (der Gründer von FoBiG) gehen in den Ruhestand und verlassen die Firma. Ulrike
Schuhmacher-Wolz, Karin Heine, Markus Schwarz und Eva Kaiser treten als Gesellschafter in
FoBiG ein. Grund genug, uns in dieser Zusammensetzung zu verewigen. Also, kein Rätsel dieses
Jahr, aber vielleicht wieder 2018?
Wir wünschen allen eine wohlverdiente Pause, erholsame Weihnachtstage und einen guten
Start ins Neue Jahr!

Die im Juni 2017 veröffentlichte Überarbeitung der ECHA-Leitlinie für die PBT/vPvB-Bewertung (Leitlinien zu den Informationsanforderungen und zur Stoffsicherheitsbeurteilung, Kapitel R.11) führt als neues Screening-Kriterium zur Beurteilung der Bioakkumulation in luftatmenden terrestrischen Organismen eine Kombination aus zwei Verteilungskoeffizienten (octanol-water (Kow) und octanol-air (Koa)) ein: log Kow > 2 und log Koa > 5. Der log Koa wird unter der REACH-Verordnung nicht als eigenständige Information gefordert und muss daher separat bestimmt oder abgeschätzt werden. Momentane Arbeiten von FoBiG zeigen, dass ein beträchtlicher Teil der registrierten Chemikalien die neuen Screening-Kriterien für die Bioakkumulation in luftatmenden terrestrischen Organismen erfüllen dürfte.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Jan Oltmanns.

Im Mai 2017 ist die Verordnung (EU) 2017/542 als Annex VIII zur bestehenden CLP Verordnung verabschiedet worden. Durch die neue Verordnung werden Importeure und nachgeschaltete Anwender dazu verpflichtet, humantoxikologisch eingestufte Gemische an EU Poison Centres zu melden. Für die Meldung wird derzeit ein harmonisiertes Poison Centres Notification (PCN) format entwickelt sowie ein Tool zu Generierung eines Unique Formula Identifiers (UFI). Das PCN-Format soll Anfang 2018 bereitgestellt werden. Erste Deadline zur Notifizierung von gefährlichen Gemischen für Verbraucheranwendungen ist der 1. Januar 2020.

Bei Fragen zu den Notifizierungenspflichten, wenden Sie sich an uns!

In Fortführung eines Projektes im Auftrag von DG Environment wird FoBiG weitere Vorschläge zur Harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung erarbeiten. Das Projekt läuft innerhalb eines Rahmenvertrags zwischen der Europäischen Kommission und einem von RPA Ltd. (UK) geführten Konsortiums. In diesem neuen Projekt erarbeitet FoBiG Entwürfe für drei weitere Stoffdossiers zur Harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung von ausgewählten Stoffen. Diese Dossiers werden dann von Bewertungsbehörden einzelner Mitgliedsstaaten bei der ECHA eingereicht.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Klaus Schneider.