Aktuelles

In der aktuellen Ausgabe (6/2017) des DGUV Forums, der Fachzeitschrift für Prävention, Rehabilitation und Entschädigung, wurde der Artikel – Epoxidharze auf „EIS“ – veröffentlicht, in dem der aktuelle Stand der Risikoreduktion im Bereich der Hauterkrankungen ausgelöst durch Epoxidharzinhaltsstoffe referiert wird. Hier werden unter anderem die Ergebnisse aus dem von FoBiG und dem IVDK durchgeführten und abgeschlossenen Forschungsprojekt FP-0384 zusammengefasst, sowie die Weiterführung der Präventionsarbeit innerhalb des Epoxidharz-Informationssystems (EIS), welcher durch den dazugehörigen Arbeitskreis getragen wird, vorgestellt. Der Arbeitskreis setzt sich aus Vertretern der Unfallversicherungsträger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie aus Vertretern der verschiedener Berufsgenossenschaften, der Industrie und der Wissenschaft zusammen. Ende September findet bereits das zweite Arbeitskreistreffen statt, bei dem unter anderem eine Software-Anwendung zum leichteren Vergleich des Gefährdungspotentials zweier Epoxidharzgemische vorgestellt und weitere Verbesserungsmöglichkeiten geprüft und diskutiert werden.

Im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA- FKZ 3716622053) führt FoBiG die toxikologische Bewertung von C4-C8 Alkanen als Grundlage für die Ableitung von Innenraumluftrichtwerten (RW-II und RW-I) durch. In diese Stoffgruppe gehören zum Beispiel Pentane, n-Hexan, Cyclohexan und Octane. FoBiG hat durch die Anpassung auf deutsches Arbeitsrecht und die in 2014 durchgeführte Aktualisierung der RCP-Methodik (RCP = reciprocal calculation procedure) zur Bewertung von Lösemittelkohlenwasserstoffgemischen am Arbeitsplatz bereits umfangreiche Erfahrung mit den zu bewertenden Einzelstoffen und Gemischen. Die Bewertung der C4-C8-Alkane ist nötig, da sie laut Ausschuss für Innenraumrichtwerte (AIR) in der letzten Zeit vermehrt in der Innenraumluft nachgewiesen werden. Verschiedene Vertreter der Stoffgruppe werden beispielsweise als Lösemittel in Lacken, Harzen und Fleckentferner im Innenraumbereich eingesetzt. Auch Lampenöle und Emissionen aus Feuerstätten kommen als Emissionsquellen in Frage.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Fritz Kalberlah

Aus Altreifen hergestellte Gummipartikel werden als Füllmaterial für Kunstrasenplätze verwendet. Kürzlich bewertete die Europäische Chemikalienagentur ECHA mögliche Risiken für die Gesundheit durch Kunstrasenplätze, die mit Gummipartikeln gefüllt wurden. Die Behörde kam zum Schluss, dass die Kunstrasenplätze sicher benutzt werden können, wies aber auch auf noch einige existierende Datenlücken hin. Auf Initiative der europäischen Reifenhersteller (European Tyre and Rubber Manufacturer‘s Association, ETRMA) und der „Crumb Rubber Industry Platform“ (CRIP) startete FoBiG, zusammen mit den Partnern Eurofins und Labosport, ein Projekt zur „Bewertung von Exposition und potentiellen Risiken für die menschliche Gesundheit durch Verwendung von Gummipartikeln aus Altreifen auf Kunstrasenplätzen“. Mit diesem Forschungsprojekt wird eine Anstrengung unternommen, verbleibende Datenlücken zu füllen und eine umfassende Risikobewertung von chemischen Stoffen aus Kunstrasenfüllungen vorzunehmen.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Klaus Schneider.

FoBiG zusammen mit den Partnern Hydrotox und ECT hat in einem Projekt für das Umweltbundesamt Methoden zur Bewertung der Persistenz im Zuge der PBT/vPvB-Bewertung einer Prüfung unterzogen. In einem internationalen Workshop auf Einladung des Umweltbundesamtes wurden die Ergebnisse diskutiert. Der Forschungsbericht „Assessment of environmental persistence: regulatory requirements and practical possibilities – available test systems, identification of technical constraints and indication of possible solutions” wurde jetzt online verfügbar gemacht.

Bei Fragen wenden Sie sich an unseren Mitarbeiter Markus Schwarz.

Die von der Europäischen Kommission (Generaldirektion EUROSTAT) initiierte „REACH Baseline Study“ untersucht die Auswirkungen von REACH auf die durch Chemikalien verursachten Risiken sowie auf die zugrunde liegende Qualität der Daten. Die Studie zeichnet sich durch wiederholte Erhebungen im Abstand von jeweils 5 Jahren aus. FoBiG war von Anbeginn an der Methodenentwicklung und Durchführung der ersten Studie sowie an der ersten Aktualisierung nach 5 Jahren beteiligt. Wie in der Vergangenheit auch hat ein Team von FoBiG, INERIS und DHI unter Federführung des Öko-Instituts Freiburg die Aktualisierung nach 10 Jahren bearbeitet. Die Arbeiten wurden von der Europäischen Kommission (Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU) finanziert und nun  auf der Website der Kommission veröffentlicht.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Mitarbeiter Jan Oltmanns.