Aktuelles

In Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin hat FoBiG im LExUKon-Projekt die Aufnahme von Schadstoffen aus Lebensmitteln abgeschätzt. Unsere Veröffentlichung zu den Ergebnissen zu polychlorierten Dibenzo-p-Dioxinen und –Furanen (PCDD/F) sowie dioxinähnlichen polychlorierten Biphenylen (dl-PCB) auf Basis neuer Verzehrsdaten aus der Verzehrsstudie II (NVS II) erscheint demnächst in „Food Additives & Contaminants“.

Weitere Publikationen zu den Ergebnissen aus LExUKon zu Blei und Cadmium sind in Vorbereitung. Die Publikation in Food Additives & Contaminants: Part A finden Sie hier.

Die Bewertung endokrin wirksamer Substanzen ist Gegenstand kontroverser Diskussionen. Die EU-Gesetzgebung fordert weitreichende Konsequenzen für endokrine Disruptoren: Im Bereich der Biozide und des Pflanzenschutzes dürfen Produkte, die endokrine Disruptoren enthalten, nicht vermarktet werden. Im Rahmen von REACH können Substanzen mit endokriner Wirkung nach Einzelfallprüfung auf die Kandidatenliste zur Autorisierung gesetzt werden. Einheitliche Definitionen und Bewertungskriterien liegen in der EU bislang nicht vor. Das Ziel, solche bis Ende 2013 zu erarbeiten wurde auf Oktober 2014 verschoben. Der Arbeitskreis Regulatorische Toxikologie der Deutschen Gesellschaft für Toxikologie (DGPT) nimmt dieses Thema in seinem nächsten Advanced Course in Toxicology am 31. März 2014 auf, der im Vorfeld der Jahrestagung der DGPT in Hannover stattfindet. FoBiG präsentiert Ergebnisse aus einem aktuellen Projekt.

Das Programm zur Veranstaltung und das Anmeldeformular zum Advanced Course in Toxicology finden Sie hier.

Diese Konferenz, an der FoBiG-Mitarbeiter teilnahmen, gab einen aktuellen Überblick über die gesetzliche Situation im Bereich der Biozide. Mit dem Inkrafttreten der Verordnung (EU) No. 528/2012 (Biocidal Products Regulation (BPR) im September 2013, die die Biozidprodukte-Richlinie (BPD) ablöste, kommen zahlreiche Neuerungen. Unter anderem müssen Zulassungsdossiers für Biozidprodukte nun mit IUCLID 5.5 erstellt werden, die Leitfäden z.B. für die Definition von „bedenklichen Stoffen“ („substances of concern“), für die Bewertung von Gemischwirkungen und anderes mehr sind noch in der Entwicklung.  

Wenn Sie Fragen zur Zulassung von Biozidprodukten haben, steht Ihnen Klaus Schneider zur Verfügung.

Posterbeitrag präsentiert bei der EUROTOX 2013 in Interlaken:

Ranking of epoxy resin compounds based on their sensitising potency
Ulrike Schuhmacher-Wolz, Karin Heine, Johannes Geier, Fritz Kalberlah

FoBiG hat Anfang 2012 im Auftrag der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA eine Literaturübersicht über die Studien zur oralen Toxizität von organischem und anorganischem Quecksilber erstellt. Erfasst wurden Studien ab 2002, die bislang noch nicht in den Bewertungen der JECFA (Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives) berücksichtigt wurden. Der Bericht zu Quecksilber wurde nun von der EFSA veröffentlicht, siehe hier.

Dieser Bericht fand Eingang in die Risikobewertung für die Allgemeinbevölkerung durch die Gegenwart von Quecksilber und Methylquecksilber in Lebensmitteln durch die EFSA. Der aktuelle Bericht der EFSA mit den überarbeiteten PTWI-Werten (Provisional Tolerable Weekly Intake) kann hier heruntergeladen werden.