Aktuelles

Am 13. Juni 2017 findet bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA, Österreich) die Informationsveranstaltung „Epoxide und Allergien“ statt. Aktuelle Forschungsergebnisse und die Situation hinsichtlich Hauterkrankungen und Hautbehandlung sowie aktuelle Maßnahmen zur Prävention werden vorgestellt. Unter anderem präsentieren Mitarbeiter von FoBiG die Ergebnisse eines aktuellen und von der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geförderten Projekts (Endbericht von DGUV FP-0384). Das Ziel des Projektes war die Wirkstärken für die sensibilisierende Wirkung von möglichst vielen Inhaltsstoffen von Epoxidharzsystemen zu bewerten und Möglichkeiten aufzuzeigen, um die Ergebnisse in die praxisnahe Bewertung der Epoxidharzsysteme einfließen zu lassen. Eine Anmeldung für die Teilnahme am Workshop ist erforderlich.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Karin Heine.

FoBiG-Mitarbeiter Jan Oltmanns präsentiert die Ergebnisse der ersten EFSA-Studie zur Identifikation neu aufkommender chemischer Risiken in der Nahrungskette auf dem 13. Symposium für Lebensmittelsicherheit der International Association for Food Protection (IAFP), das vom 29.-31.3.2017 in Brüssel stattfindet. Die von FoBiG zusammen mit Fraunhofer ITEM für die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) durchgeführte und 2016 abgeschlossene Studie (hier publiziert) wird von Fraunhofer ITEM mit Posterbeiträgen ebenfalls auf der 83. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie (Heidelberg, 6.-9.3.2017) sowie der 56. Jahrestagung der Society of Toxicology (Baltimore, 12.-16.3.2017) vorgestellt. Wie an dieser Stelle bereits berichtet, sind FoBiG und Fraunhofer ITEM seit Januar 2017 mit einem Folgeprojekt der EFSA zu diesem Thema befasst, welches das an 100 Substanzen erprobte Verfahren auf alle unter REACH registrierten Stoffe ausweitet.

Ihr Kontakt für weitere Informationen bei FoBiG ist Jan Oltmanns

Auch dieses Jahr wird der Arbeitskreis Regulatorische Toxikologie der Gesellschaft für Toxikologie im Rahmen der Jahrestagung der DGPT (2nd German Pharm-Tox Summit - 83rd Annual Meeting of the DGPT) einen Advanced Course veranstalten, diesmal zum Thema "Aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Expositionsbewertung und -standardisierung". Klaus Schneider von FoBiG wird dabei zu den Ergebnissen des Projektes „Machbarkeitsstudie Verbraucherverhalten Chemikalien“ berichten. In diesem Projekt im Auftrag des Bundesinstituts für Risikobewertung wird untersucht, wie durch Verbraucherbefragungen die Datenlage zu wichtigen Eingangsgrößen der Expositionsschätzung (u.a. Häufigkeit und Dauer der Verwendung von Verbraucherprodukten, Verbrauchsmengen und Anwendungsbedingungen) verbessert werden kann.

ECHAs Komitees für Risikobewertung (RAC) und sozioökonomische Analyse (SEAC) haben kürzlich ihre abschließenden Stellungnahmen zu den industriellen Verwendungen von 1,2-Dichlorethan (EDC) durch Dow-Firmen (Dow Italia S.R.L und Dow France SAS) als „sulphonation swelling agent of polystyrene-divinylbenzene copolymer beads in the production of strong acid cation exchange resins“ abgegeben. Darin stimmten sie der Zulassung zu und empfahlen eine Review-Periode von 12 Jahren. FoBiG zusammen mit ihren Partnern im Bereich der REACH-Zulassung, RPA Ltd., waren für die Erarbeitung der Zulassungsdossiers für Dow und andere EDCAC-Mitglieder (EDC Authorisation consortium) verantwortlich.

Mieke Diebold, verantwortliche EHS Product Steward Managerin bei Dow Chemical Company, erklärte: „Dow is very pleased with the outcome of the ECHA opinion” und „the cooperation and communication with both FoBiG and RPA was professional, efficient and all time corridors were met”. Im Rückblick auf die gemeinsame Arbeit am Zulassungsantrag führte Frau Diebold weiter aus: „both RPA and FoBiG are committed to get the job well done. They have the required background knowledge and are always ready to assist, both during the dossier creation and the communications with ECHA after the submission. Throughout the process, RPA and FoBiG were reliable and experienced partners. I can highly recommend them!”

Falls Sie Fragen zum Zulassungsprozess unter REACH haben, fragen Sie Klaus Schneider.

Im Dezember 2016 veröffentlichte ECHA die aktualisierte Endpunkt-spezifische Leitlinie R.7a in Bezug auf die Endpunkte Haut- und Atemwegssensibilisierung. Das mechanistische Verständnis der Hautsensibilisierung ist weit fortgeschritten und spiegelt sich im sogenannten „Adverse Outcome Pathway“ wieder. Auf dieser Basis war es möglich verschiedene in vitro Testungen zu konzipieren, die einzelne der zu durchlaufenden Teilschritte abprüfen. Insgesamt liegen drei validierte in vitro/in chemico Prüfrichtlinien zum Endpunkt Hautsensibilisierung vor (OECD TG 442 C/D/E). In der neu formulierten Leitlinie wird darauf verwiesen, dass die in vivo Testung nur noch das letzte Mittel der Wahl darstellt. Dies entspricht auch der im September erschienenen Änderung der REACH-Verordnung (Commission Regulation (EU) 2016/1688), die die in vitro/in chemico Testung als Standard-Datenanforderungen ansieht. Aktuell besteht allerdings noch das Problem, dass es mit Hilfe der validierten in vitro/in chemico Tests nur möglich ist, die hautsensibilisierenden Eigenschaften einer Substanz zu erkennen bzw. eine Nichteinstufung zu begründen. Die nach CLP geforderte Potenzbewertung ist aktuell noch Gegenstand der Forschung.

Bei weiteren Fragen zum Thema Testung hautsensibilisierender Eigenschaften hilft Ihnen unsere Expertin Karin Heine gerne weiter.