Aktuelles

FoBiG hat bereits seit mehreren Jahren zusammen mit Kollegen vom Öko-Institut die chemischen Indikatoren für das statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) entwickelt und gepflegt. Zur Zeit sind wir mit der weiteren Pflege dieser Indikatoren bis 2019 beauftragt. Die Indikatoren verfolgen im Wesentlichen die Veränderungen in den Produktions- und Verbrauchsvolumina von Substanzen, die für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt gefährlich sind. Eurostat hat nun ein statistisches Arbeitspapier mit dem Titel 'Compilation of chemical indicators – Development, revision and additional analyses' veröffentlicht, das von Mitarbeitern von FoBiG und Öko-Institut verfasst wurde. Das Arbeitspapier fasst die prinzipielle Methodik für die Indikatoren zusammen und bietet zusätzliche Hintergrundinformationen. Es ist kostenlos online verfügbar.

Ihr Kontakt für weitere Informationen bei FoBiG ist Jan Oltmanns.

Auf der diesjährigen Konferenz der International Societey of Exposure Science vom 9.-13. Oktober in Utrecht wurden FoBiGs Arbeiten im Zuge zweier Forschungsprojekte bei Posterpräsentationen vorgestellt. Das Projekt „Testing a procedure for the indentification of emerging chemical risks in the food chain“ wurde von EFSA Mitarbeitern präsentiert und war ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Fraunhofer ITEM und FoBiG. Das Projekt “Consumer behavior – compilation and evaluation of primary data” wurde vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vorgestellt und ist ein Forschungsprojekt, das von FoBiG Ende 2015 abgeschlossen wurde. Die Abstracts beider Posterbeiträge sind hier verfügbar.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Jan Oltmanns.

FoBiG hat ein neues Projekt im Auftrag von DG Environment begonnen. Das Projekt läuft innerhalb eines Rahmenvertrags zwischen der Europäischen Kommission und einem von RPA Ltd. (UK) geführten Konsortium. In diesem Projekt erarbeitet FoBiG Entwürfe für Dossiers zur Harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung von ausgewählten Stoffen. Diese Dossiers werden dann von Bewertungsbehörden einzelner Mitgliedsstaaten bei der ECHA eingereicht.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Klaus Schneider.

Die hohe Persistenz und Mobilität von zahlreichen Perfluorierten Chemikalien (PFC) haben zur weltweiten Verbreitung dieser Substanzgruppe in der Umwelt geführt. Internationale Erhebungen zeigen, dass auch Nahrungsmittel bereits nennenswert mit PFC belastet sind, insbesondere Fisch. Perfluoroctansäure (PFOA) und Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) sind die prominentesten Vertreter dieser Substanzklasse. Für diese liegen zahlreiche Bewertungen, u.a. von der Europäischen Nahrungsmittelsicherheitsbehörde EFSA vor. FoBiG hat für insgesamt 11 PFC und 4 teilfluorierte Derivate Orientierungswerte in der Altlastenbewertung abgeleitet. Hauptaugenmerk lag dabei (a) auf der Beachtung der möglichen Speziesspezifität von bestimmten Wirkmechanismen und betroffenen Zielorganen, (b) auf der Berücksichtigung der unterschiedlichen Ausscheidungskinetiken der verschiedenen PFC als Hilfsmittel für die Interspeziesextrapolation  bei Stoffen mit begrenzter Datenlage im „Read-Across“, (c) auf der Benennung eines pragmatischen Ansatzes zur Bewertung von Kombinationswirkungen der PFC.

Bewertet wurden unter anderem: Perfluorbutansäure (Perfluorobutyric acid, PFBA), Perfluorpentansäure (Perfluorovaleric acid, PFPA), Perfluorhexansäure (PFHxA), Perfluorheptansäure (PFHpA), Perfluoroctansäure (PFOA), Perfluorbutansulfonsäure (PFBS), Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS), Perfluoroctansulfonsäure (PFOS), 1H,1H,2H,2H-Perfluoroctylsulfon-säure (H4PFOS, THPFOS), 2H,2H-Perfluordecansäure (H2PFDA). Das Gutachten ist derzeit (Oktober 2016) unveröffentlicht.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Fritz Kalberlah.

 

 

Die Auswirkungen der von der Europäischen Kommission in ihrer Roadmap vorgeschlagenen Optionen sowie eines Industrievorschlags zur Einstufung von endokrinen Disruptoren wurden am Beispiel von natürlich vorkommenden Substanzen untersucht. Die Ergebnisse wurden auf der Eurotox 2016 in Sevilla präsentiert (Abstract LBA07 und Poster online).

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ulrike Schuhmacher-Wolz.