FoBiG - Forschungs- und Beratungsinstitut Gefahrstoffe GmbH

Das Forschungs- und Beratungsinstitut Gefahrstoffe (FoBiG) ist ein privates Unternehmen, das sich auf das Arbeitsfeld der Chemikalienbewertung und toxikologischen Risikoabschätzung spezialisiert hat. Wir arbeiten seit 1986 im Bereich der regulatorischen Toxikologie im Auftrag von Landes- und Bundesbehörden, Industrie, EU-Institutionen, Interessensverbänden und im Rahmen von (internationalen) Forschungsprojekten. Entsprechend dem breiten Aufgabenspektrum setzt sich unser Team aus Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen (Toxikologie, Chemie, Biologie, Pharmazie) zusammen.

Institutsphilosophie

FoBIG dokumentiert und bewertet wissenschaftliche Informationen zur Wirkung chemischer Stoffe auf den Menschen und zu ihrem Verhalten in der Umwelt und schlägt maßnahmeorientierte Umsetzungen vor. Ergebnis unserer Arbeit sind oft quantitative Aussagen zur Gefährdung, wie sie in der "regulatorischen Toxikologie" benötigt werden.

FoBiG hat sich den Regeln wissenschaftlichen Arbeitens verpflichtet; das schließt die Bewertung der vorliegenden Daten auf ihre qualitative Absicherung und Überprüfbarkeit ein und erfordert eine nachvollziehbare, objektive Dokumentation zu erzielten Ergebnissen. Sofern Bewertungen vorgenommen werden und Konventionen in diese Bewertung eingehen, werden diese offen gelegt. Die Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden bedeutet jedoch zugleich die Berücksichtigung ihrer Grenzen: Naturwissenschaft kann die Wirklichkeit nur versuchen abzubilden - sie ist nicht die Wirklichkeit. Vor diesem Hintergrund erfordert die Arbeit von FoBiG auch die interdisziplinäre Kooperation, in der toxikologisches Fachwissen z.B. mit rechtlichen, gesellschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Ebenen des Umgangs mit chemischen Stoffen in der Umwelt verknüpft wird.


Firmengeschichte

FoBiG wurde 1986 als Personengesellschaft von dem Arbeitswissenschaftler und Wirtschaftsingenieur Dr. Fritz Kalberlah gegründet, der zuvor das Fachgebiet der "Chemikalienbewertung am Arbeitsplatz" am Freiburger Öko-Institut aufgebaut hatte. Frühe Arbeiten von FoBiG betrafen vor allem betriebliche Gefahrstoffe und die Diskussion zur bestehenden Methodik der Grenzwertableitung. Ein Schwerpunkt war seit 1989 die bewertende Dokumentation toxikologischer Basisdaten zu ca. 100 altlastenrelevanten Chemikalien im Rahmen der Entwicklung des untergesetzlichen Regelungswerks zum Bundesbodenschutzgesetz im Auftrag des Umweltbundesamts. Zugleich wurden unter anderem für die Industriegewerkschaft Metall zahlreiche Schadstoffe am Arbeitsplatz bewertet (z.B. Lösemittel, Kühlschmierstoffe).

1992 wurde FoBiG in eine GmbH umgewandelt mit den Gesellschaftern Martin Hassauer, Fritz Kalberlah und Klaus Schneider. Die Themenstellungen weiteten sich aus und wurden im Auftrag von Bundesbehörden, Landesinstitutionen, Kommunen, Industrie und Interessensgruppen (z.B. Berufsgenossenschaften, Verbraucherorganisationen und Industrieverbänden) bearbeitet. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre wurden vermehrt internationale Projekte in Kooperation mit EU-Institutionen, mit US-amerikanischen Gremien und in Forschungsprojekten übernommen.
Im Jahre 1995 erfolgte der Umzug in größere Räumlichkeiten am Werderring in Freiburg. Nach 14 Jahre haben wir am 1. Juli 2009 unsere neuen Büroräume in der Klarastraße bezogen, die einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und den nahem Schwarzwald bieten. Zur gleichen Zeit trat unser langjähriger Mitarbeiter Jan Oltmanns als Gesellschafter in die GmbH ein.


Gremienarbeit

Der Geschäftsführer des Instituts, Dr. Fritz Kalberlah, war langjähriges Mitglied des Ausschusses für Gefahrstoffe (AGS) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und ist Mitglied seines Unterausschusses III „Gefahrstoffbewertung". Er war Mitglied der im Jahre 2000 von Bundesumwelt- und Bundesgesundheitsministerium einberufenen ad hoc-Kommission "Neuordnung der Verfahren und Organisationsstrukturen zur Risikobewertung und Standardsetzung im gesundheitlichen Umweltschutz der Bundesrepublik Deutschland" (Risikokommission). Dr. Klaus Schneider arbeitet u.a. im Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA) mit. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören der Gesellschaft für Toxikologie in der Deutschen Gesellschaft für experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie (DGPT) an sowie deren Arbeitskreis „Regulatorische Toxikologie“ und der EUROTOX Risk Assessment Speciality Section. FoBiG ist Mitglied in der Gesellschaft für Umweltmedizin IGUMED (Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin).


Rechtsform

Das Forschungs- und Beratungsinstitut Gefahrstoffe GmbH (FoBiG) wurde im Juni 1992 als GmbH als Nachfolgeunternehmen der entsprechenden Personengesellschaft gegründet, die seit 1986 bestand.

Gesellschafter: Dr. Martin Hassauer, Dr. Fritz Kalberlah, Dr. Klaus Schneider, Jan Oltmanns

Geschäftsführer: Dr. Fritz Kalberlah

Eintragsnummer in Handelsregister: HRB 4236 (Amtsgericht Freiburg)


Partner

FoBiG ist nicht experimentell tätig und unterhält kein Labor. Je nach Themenstellung arbeitet FoBiG mit qualifizierten Einrichtungen zusammen, die über entsprechende Erfahrungen und Qualifikationsnachweise (z.B. GLP-Zertifizierung) verfügen. Im Bereich der Biozidgesetzgebung kooperiert FoBiG mit den Partnern Battelle, Hydrotox und ECT im Verbund REGISGATE und bietet ein umfassendes Leistungspaket an.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist wichtiger Bestandteil der Arbeit von FoBiG und beinhaltet Kooperationen mit unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Disziplinen. Darüber hinaus spielen sowohl rechtliche und soziale Fragen, Risikokommunikation und Risikoakzeptanz immer wieder eine wichtige Rolle und bedürfen der Hinzuziehung entsprechender Fachleute.

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