Aktuelles


Anfang November finden zwei Webinare statt (5. November 16.00-17.00 Uhr (MEZ) und 6. November 16.00-17.00 Uhr (MEZ)). Die Webinare werden sich auf das ADCR und seine Aktivitäten konzentrieren. Insbesondere geben die Webinare den Teilnehmern die Möglichkeit, zu fragen und eventuelle Probleme im Zusammenhang mit den Chromatzulassungen aufzuwerfen. Alle Interessenvertreter in der Luft- und Raumfahrt und Verteidigung können sich registrieren, indem Sie unten auf einen der beiden Termine klicken:
5. Nov. 16.00-17.00 (MEZ)
6. Nov. 16.00-17.00 (MEZ)

Melanie Macherey war zu Gast auf der Jahresversammlung des Bundesverbands Altöl e.V. (BVA), welche am 19. und 20. September in Potsdam stattfand. Sie stellte dort die Ergebnisse des Gutachtens zur "Überprüfung der Einstufung von Altöl nach CLP-Verordnung im Kontext der Beurteilung von Abfällen nach Störfallverordnung" vor. Hintergrund des von FoBiG im Auftrag des BVA erstellten Gutachtens ist die "Arbeitshilfe für die Einstufung von Abfällen nach Anhang I der 12. BImSchV" ("NRW-Leitfaden"), welche im Sommer 2018 veröffentlicht wurde und nach welcher Altöle störfallrechtlich als umweltgefährliche Stoffe gemäß der Kategorie E2 nach Anhang I der 12. BImschV einzustufen sind. Im Gutachten wird die Relevanz der analysierten Kontaminanten für die Einstufung der Gemische nach CLP-Verordnung untersucht.

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte Melanie Macherey.

Epoxidharze finden aufgrund ihrer Materialeigenschaften in vielen Branchen Anwendung. Während ausgehärtete Epoxidharze dermal unbedenklich sind, können Inhaltsstoffe der Ausgangskomponenten sensibilisierende Eigenschaften haben und zu allergischen Reaktionen in Form von Hautausschlägen führen. FoBiG hat in der Vergangenheit bereits zwei DGUV geförderte Projekte zur Bewertung der sensibilisierenden Wirkstärke von Epoxidharzinhaltsstoffen durchgeführt (FP-0324 und FP-0384, Heine et al. 2012, 2016). Um die Arbeiten aus den Forschungsprojekten zu ergänzen, hat sich 2017 neben dem bestehenden Arbeitskreis Epoxidharze der Arbeitskreis Epoxidharzinhaltsstoffe (AK EIS) gegründet. Der AK EIS wird wissenschaftlich durch FoBiG unterstützt. Es entstand beispielsweise der EIS-Gemischerechner als praxisnahes Werkzeug, mit dessen Hilfe es möglich ist, zwei technisch austauschbare Epoxidharzprodukte bezüglich ihrer sensibilisierenden Wirkstärke miteinander zu vergleichen. Die Ergebnisse der umfangreichen Arbeiten beider Arbeitskreise und der Forschungsprojekte finden sich nun gesammelt auf der aktualisierten Epoxidharzseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Karin Heine.

Melanie Macherey und Markus Schwarz nahmen an der diesjährigen Konferenz der Society of Environmental Toxicology and Chemistry (SETAC) Europe in Helsinki (26.-30. Mai) teil. Auch in diesem Jahr war Endokrine Disruption wieder ein wichtiges Thema, mitunter als Reaktion auf die neue „ECHA/EFSA Guidance for the identification of endocrine disruptors in the context of Regulations (EU) No 528/2012 and (EC) No 1107/2009“, welche im Juni 2018 veröffentlicht wurde. Um die in der Guidance gestellten Anforderungen zu erfüllen, wurden Konzepte besprochen und neue wissenschaftliche Methoden vorgestellt, z.B. zur Modellierung von populationsrelevanten adversen Effekten in nicht-Zielorganismen oder zur Identifizierung von Thyroidhormon-Signalwegstörungen. Zudem wurde rege diskutiert, ob – angesichts einer gefahrenbezogenen Bewertung in der EU – allein die biologische Plausibilität genügt, oder vielmehr die Kausalität des Zusammenhangs entscheidend ist, wenn ein adverser Effekt einem spezifischen endokrinen Wirkmechanismus zugewiesen werden soll; und welche Rolle die mechanistische Wirksamkeit (Potenz) einer Substanz für diesen Wirkmechanismus dabei spielt.

Wenn ein Antragssteller im Rahmen der Überprüfungsfrist (Review Period) einer gewährten Zulassung noch keine Substitution der zulassungspflichtigen Substanz vornehmen kann, besteht die Möglichkeit durch Einreichung eines Überprüfungsberichts (Review Report) eine erneute Zulassung zu beantragen. Im vorliegenden Fall hat FoBiG zusammen mit unserem langjährigen Partner RPA Ltd die tschechische Firma Spolana s.r.o. bei einem solchen Review Report unterstützt. Insbesondere wurden mehr als 500 Arbeitsplatzmessungen (Luft- und Biomonitoring) und mehrere tausend Messwerte zur Freisetzung in die Umwelt im Detail ausgewertet, ausführlich diskutiert und Expositionswerte für die Risikocharakterisierung abgeleitet. Der resultierende Stoffsicherheitsbericht wurde als Teil des Review Reports eingereicht. Die kürzlich veröffentlichte „RAC/SEAC Opinion“, die hier zugänglich ist, schlägt eine Review Period von 12 Jahren vor, wie sie von Spolana beantragt wurde. Es ist nun an der Europäischen Kommission hierüber zu entscheiden.

Bei weiterführenden Fragen kontaktieren Sie bitte Klaus Schneider.