Aktuelles

FoBiG startet zusammen mit den Partnern Hydrotox und ECT Ökotoxikologie in ein neues Projekt für das Umweltbundesamt. Dabei steht die Prüfung und Weiterentwicklung von Methoden zur Prüfung von Stoffen auf Persistenz im Mittelpunkt, insbesondere Screening-Methoden zur schnellen Bioabbaubarkeit. Die Projektergebnisse werden 2016 bei einem internationalen Workshop in Dessau vorgestellt.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Klaus Schneider.

Die Europäische Chemikalienbehörde ECHA in Helsinki veranstaltet vom 29-30. Juni 2015 ein weiteres Seminar zu Zulassungsanträgen unter REACH (in Zusammenarbeit mit Cefic und Eurometaux). FoBiG-Mitarbeiter Jan Oltmanns wird auf diesem Seminar die Expositionsabschätzung vorstellen, die wir für einen Zulassungsantrag der Grupa Azoty S.A. (Tarnów, Polen) für eine spezifische Verwendung von Trichlorethen ausgearbeitet haben. Der Vortrag wird die inhalative und dermale Exposition von Arbeitern sowie die indirekte Exposition der Allgemeinbevölkerung über die Umwelt behandeln. Weitere Informationen zu dem Seminar sind auf der Website der ECHA verfügbar.

Ein Artikel zu einem von FoBiG durchgeführten Forschungsprojekt für das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wurde in der Fachzeitschrift Regulatory Toxicology and Pharmacology veröffentlicht. Darin wurden Standardannahmen für Parameter der Verbraucher-Expositionsschätzung in Software-Tools (ECETOC TRA, EGRET (ESIG Consumer GES Risk and Exposure Tool) und REACT (Reach Exposure Assessment Consumer Tool)) miteinander verglichen und die Konsequenzen abweichender Annahmen auf die Expositionsschätzung diskutiert. Hierbei zeigte sich, dass die Standardannahmen in der Regel konservativ sind, in Einzelfällen allerdings modifizierte Annahmen möglicherweise zu einer Unterschätzung der Exposition führen können.

Die Berichte zu zwei von FoBiG durchgeführten Projekten für das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind kürzlich veröffentlicht worden. Der erste Bericht „Validierung von Expositionsmodellen zur Abschätzung der Verbraucherexposition – Machbarkeitsstudie“ analysiert systematisch Verbraucheranwendungen mit einer potentiellen Exposition gegenüber chemischen Stoffen und differenziert diese in Kernszenarien („core exposure scenarios“, CES).  Im zweiten Bericht „Prüfung von Standardmodellen zur Schätzung der Verbraucherexposition“ werden Standardmodelle zur Schätzung der Verbraucherexposition unter REACH (ECETOC TRA, EGRET und REACT) analysiert. Hierbei wird insbesondere geprüft, inwieweit die in den Modellen verwendeten Algorithmen plausibel und anwendbar sind und ob die verwendeten Parameter qualitativ hinreichend abgesichert sind.

Die deutsche Übersetzung der  Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) wurde überarbeitet und dabei unter anderem die Texte der P-Sätze zum Teil revidiert. Die Korrektur ist am 10 April 2015 im Amtsblatt der EU (L94, Jg. 58, Seite 9) erschienen. Die alten Formulierungen dürfen nur noch für 18 Monate verwendet werden. Eine tabellarische Übersicht der aktuellen Versionen der P-Sätze kann auf der Homepage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz unter Sicherheitshinweise für Gefahrstoffe heruntergeladen werden.