Aktuelles

Im Mai 2017 ist die Verordnung (EU) 2017/542 als Annex VIII zur bestehenden CLP Verordnung verabschiedet worden. Durch die neue Verordnung werden Importeure und nachgeschaltete Anwender dazu verpflichtet, humantoxikologisch eingestufte Gemische an EU Poison Centres zu melden. Für die Meldung wird derzeit ein harmonisiertes Poison Centres Notification (PCN) format entwickelt sowie ein Tool zu Generierung eines Unique Formula Identifiers (UFI). Das PCN-Format soll Anfang 2018 bereitgestellt werden. Erste Deadline zur Notifizierung von gefährlichen Gemischen für Verbraucheranwendungen ist der 1. Januar 2020.

Bei Fragen zu den Notifizierungenspflichten, wenden Sie sich an uns!

In Fortführung eines Projektes im Auftrag von DG Environment wird FoBiG weitere Vorschläge zur Harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung erarbeiten. Das Projekt läuft innerhalb eines Rahmenvertrags zwischen der Europäischen Kommission und einem von RPA Ltd. (UK) geführten Konsortiums. In diesem neuen Projekt erarbeitet FoBiG Entwürfe für drei weitere Stoffdossiers zur Harmonisierten Einstufung und Kennzeichnung von ausgewählten Stoffen. Diese Dossiers werden dann von Bewertungsbehörden einzelner Mitgliedsstaaten bei der ECHA eingereicht.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Klaus Schneider.

In der aktuellen Ausgabe (6/2017) des DGUV Forums, der Fachzeitschrift für Prävention, Rehabilitation und Entschädigung, wurde der Artikel – Epoxidharze auf „EIS“ – veröffentlicht, in dem der aktuelle Stand der Risikoreduktion im Bereich der Hauterkrankungen ausgelöst durch Epoxidharzinhaltsstoffe referiert wird. Hier werden unter anderem die Ergebnisse aus dem von FoBiG und dem IVDK durchgeführten und abgeschlossenen Forschungsprojekt FP-0384 zusammengefasst, sowie die Weiterführung der Präventionsarbeit innerhalb des Epoxidharz-Informationssystems (EIS), welcher durch den dazugehörigen Arbeitskreis getragen wird, vorgestellt. Der Arbeitskreis setzt sich aus Vertretern der Unfallversicherungsträger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie aus Vertretern der verschiedener Berufsgenossenschaften, der Industrie und der Wissenschaft zusammen. Ende September findet bereits das zweite Arbeitskreistreffen statt, bei dem unter anderem eine Software-Anwendung zum leichteren Vergleich des Gefährdungspotentials zweier Epoxidharzgemische vorgestellt und weitere Verbesserungsmöglichkeiten geprüft und diskutiert werden.

Im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA- FKZ 3716622053) führt FoBiG die toxikologische Bewertung von C4-C8 Alkanen als Grundlage für die Ableitung von Innenraumluftrichtwerten (RW-II und RW-I) durch. In diese Stoffgruppe gehören zum Beispiel Pentane, n-Hexan, Cyclohexan und Octane. FoBiG hat durch die Anpassung auf deutsches Arbeitsrecht und die in 2014 durchgeführte Aktualisierung der RCP-Methodik (RCP = reciprocal calculation procedure) zur Bewertung von Lösemittelkohlenwasserstoffgemischen am Arbeitsplatz bereits umfangreiche Erfahrung mit den zu bewertenden Einzelstoffen und Gemischen. Die Bewertung der C4-C8-Alkane ist nötig, da sie laut Ausschuss für Innenraumrichtwerte (AIR) in der letzten Zeit vermehrt in der Innenraumluft nachgewiesen werden. Verschiedene Vertreter der Stoffgruppe werden beispielsweise als Lösemittel in Lacken, Harzen und Fleckentferner im Innenraumbereich eingesetzt. Auch Lampenöle und Emissionen aus Feuerstätten kommen als Emissionsquellen in Frage.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Fritz Kalberlah

Aus Altreifen hergestellte Gummipartikel werden als Füllmaterial für Kunstrasenplätze verwendet. Kürzlich bewertete die Europäische Chemikalienagentur ECHA mögliche Risiken für die Gesundheit durch Kunstrasenplätze, die mit Gummipartikeln gefüllt wurden. Die Behörde kam zum Schluss, dass die Kunstrasenplätze sicher benutzt werden können, wies aber auch auf noch einige existierende Datenlücken hin. Auf Initiative der europäischen Reifenhersteller (European Tyre and Rubber Manufacturer‘s Association, ETRMA) und der „Crumb Rubber Industry Platform“ (CRIP) startete FoBiG, zusammen mit den Partnern Eurofins und Labosport, ein Projekt zur „Bewertung von Exposition und potentiellen Risiken für die menschliche Gesundheit durch Verwendung von Gummipartikeln aus Altreifen auf Kunstrasenplätzen“. Mit diesem Forschungsprojekt wird eine Anstrengung unternommen, verbleibende Datenlücken zu füllen und eine umfassende Risikobewertung von chemischen Stoffen aus Kunstrasenfüllungen vorzunehmen.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Klaus Schneider.