Aktuelles

Anlässlich der Übernahme von EUSES durch ECHA waren Interessensvertreter der Gebiete Industriechemikalien und Biozide zu einem durch ECHA organisierten Workshop eingeladen, an dem unser Mitarbeiter Markus Schwarz teilnahm. Es ging um erforderliche Updates sowohl der Releasemodule als auch der Module zur Modellierung des Umweltverhaltens. Teilnehmer konnten vorab auch eigene Themenvorschläge einbringen. Somit ergaben sich insgesamt 27 Updatevorschläge, die zur Diskussion standen. Detaillierte Darstellungen jedes Vorschlages sind im „Annex 2“-Dokument veröffentlicht, das auf der ECHA-Webseite heruntergeladen werden kann. Alle Themen wurden erläutert und diskutiert, 12 davon waren im Vorhinein mit Blick auf Entwicklungsstand und Auswirkungen priorisiert worden. Die Teilnehmer wählten ca. 8 Themen zur vertieften Diskussion in Form eines „World Cafés“ aus. Ziel der Veranstaltung war eine erste Priorisierung von Updateerfordernissen. ECHA beabsichtigt eine Dokumentation des Workshops zum Download zur Verfügung zu stellen. Eine detailliertere Folgestudie zu Erfordernissen, Lösungen und damit verbunden Kosten ist für Q4 2018 bis Q2 2019 geplant und soll als Entscheidungsbasis für eine Neugestaltung und Updates von EUSES (möglicherweise Q4 2019 bis Q3 2021) dienen.

Im März dieses Jahres wurde der Entwurf einer ECHA Leitlinie zum ANNEX VIII der bestehenden CLP Verordnung veröffentlicht. Ab dem 1. Januar 2020 werden Importeure und nachgeschaltete Anwender verpflichtet sein, humantoxikologisch eingestufte Gemische für Verbraucheranwendungen an EU Poison Centres zu melden. Die Leitlinie soll helfen, die Verpflichtungen für alle Akteure klar zu machen und die Umsetzung zu gewährleisten. Zudem wurde Ende April das harmonisierte Poison Centres Notification (PCN) Format veröffentlicht. Das Tool zur Generierung eines Unique Formula Identifiers (UFI) liegt ebenfalls bereits vor.

Bei Fragen zu den Notifizierungspflichten wenden Sie sich an Eva Kaiser.

Das Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) betreibt das Gefahrstoffinformationssystem (GESTIS). Hierzu gehört die sogenannte „Stoffdatenbank“. In dieser sind Fachinformationen und Expertenwissen zu etwa 9400 Gefahrstoffen strukturiert zusammengefasst. Sie stellt somit ein praxisbezogenes Nachschlagewerk für den sicheren Umgang am Arbeitsplatz dar. FoBiG hat im März 2018 den Auftrag erhalten über die nächsten zwei Jahre kontinuierlich die stoffbezogenen arbeitsmedizinisch-toxikologischen Informationen zu überprüfen und wenn notwendig zu aktualisieren oder gänzlich neue Zusammenfassungen zu erarbeiten. In der ersten Bearbeitungsphase werden Lithium und diverse Lithiumverbindungen behandelt.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Karin Heine.

Am 9. März 2018 findet in Brüssel ein Stakeholder-Workshop zu einem Projekt im Auftrag der Europäischen Kommission, Generaldirektion Umwelt statt.
Das Projekt mit dem Titel „Approaches and tools to support consumer exposure assessment under REACH” hat die Kommunikation von Informationen zur Verbraucherexposition unter REACH zum Thema. In ihren REACH-Dossiers verwenden Registranten Informationen zur Substanz und zu den Anwendungsbedingungen zur Beschreibung der sicheren Verwendung von Verbraucherprodukten. Das Projekt zielt darauf ab, die Art und Weise, wie diese Informationen an die Lieferkette weitergegeben werden, zu verbessern. FoBiG unterstützt die Projektpartner, die niederländische Behörde RIVM und Risk and Policy Analysts Ltd. (RPA) in der Durchführung dieses Projektes.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Klaus Schneider.

FoBiG-Mitarbeiter Jan Oltmanns und Marie-Léonie Bohlen haben zusammen mit Kollegen von Fraunhofer ITEM, der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sowie deren externen Experten einen neuen Ansatz zur Identifizierung potenzieller Risiken in der Nahrungskette in dem Sonderband „Modeling in Environmental Chemistry“ der Zeitschrift „Environmental Science: Processes & Impacts“ vorgestellt. Der Artikel „Development of a novel scoring system for identifying emerging chemical risks in the food chain“ basiert auf einem zwischen 2014 und 2016 für die EFSA durchgeführten Projekt (Abschlussbericht hier verfügbar) und diskutiert darüber hinaus Anwendungsbereiche für das entwickelte Verfahren.

Ihr Kontakt für weitere Informationen bei FoBiG ist Jan Oltmanns.