Europäische Kommission hat die 4-wöchige öffentliche Kommentierungsphase für neue CLP-Gefahrenklassen gestartet

27.09.2022

Am 20. September hat die Europäische Kommission die 4-wöchige öffentliche Kommentierungsphase für neue CLP-Gefahrenklassen gestartet. Folgende neue Klassen sind geplant:

  • ED Kategorie 1: Bekannte oder vermutete endokrine Disruptoren (ED)
  • ED Kategorie 2: Vermutete endokrine Disruptoren (ED)

Die Einstufung soll jeweils getrennt für die menschliche Gesundheit (EUH380 bzw. 381) oder die Umwelt (EUH430 bzw. 431) erfolgen.

Der Nachweis soll auf Human- und/oder Tierdaten beruhen. Für eine Einstufung in Kategorie 1 muss der Nachweis erbracht werden, dass der Stoff folgende Kriterien erfüllt:

(a) endokrine Aktivität;

(b) eine schädliche Wirkung bei einem intakten Organismus oder seinen Nachkommen und künftigen Generationen;

(c) ein biologisch plausibler Zusammenhang zwischen der endokrinen Aktivität und der schädlichen Wirkung.

Die Kategorie 2 ist dann zu wählen, wenn die Belege nicht stichhaltig genug für die Zuordnung in die Kategorie 1 sind.

Außerdem wird es Änderungen im Bereich des Umweltverhaltens von Substanzen geben. Die Einstufung für PBT (“persistent, bioaccumulative and toxic”, EUH440), vPvB (“very persistent and very bioaccumulative”, EUH441), PMT (“persistent, mobile and toxic”, EUH450) sowie vPvM (“very persistent and very mobile”, EUH451) werden eingeführt.

Die Konzentrationsgrenzen für die Einstufungen von Gemischen liegen durchweg bei 0,1 %. Einzige Ausnahme bilden die ED Kat. 2 Stoffe (1%).

Seien sie schnell, die Kommentierungsphase des beschleunigten Verfahrens für diese Änderungen endet bereits am 18. Oktober 2022.

Haben Sie fragen zu diesen Endpunkten kontaktieren Sie unsere Experten Jan Oltmanns (Umweltverhalten) und Ulrike Schuhmacher-Wolz (endokrine Disruptoren).