Aktuelles

Wenn ein Antragssteller im Rahmen der Überprüfungsfrist (Review Period) einer gewährten Zulassung noch keine Substitution der zulassungspflichtigen Substanz vornehmen kann, besteht die Möglichkeit durch Einreichung eines Überprüfungsberichts (Review Report) eine erneute Zulassung zu beantragen. Im vorliegenden Fall hat FoBiG zusammen mit unserem langjährigen Partner RPA Ltd die tschechische Firma Spolana s.r.o. bei einem solchen Review Report unterstützt. Insbesondere wurden mehr als 500 Arbeitsplatzmessungen (Luft- und Biomonitoring) und mehrere tausend Messwerte zur Freisetzung in die Umwelt im Detail ausgewertet, ausführlich diskutiert und Expositionswerte für die Risikocharakterisierung abgeleitet. Der resultierende Stoffsicherheitsbericht wurde als Teil des Review Reports eingereicht. Die kürzlich veröffentlichte „RAC/SEAC Opinion“, die hier zugänglich ist, schlägt eine Review Period von 12 Jahren vor, wie sie von Spolana beantragt wurde. Es ist nun an der Europäischen Kommission hierüber zu entscheiden.

Bei weiterführenden Fragen kontaktieren Sie bitte Klaus Schneider.
 

Als reproduktionstoxisch eingestufte Stoffe am Arbeitsplatz werden auf EU-Ebene derzeit durch die Chemical Agents Directive (CAD, Richtlinie 98/24/EC) geregelt. Eine Studie im Auftrag des Generaldirektorats Beschäftigung, Soziales und Integration untersuchte, wie am effektivsten Schutz vor reproduktionstoxischen Stoffen am Arbeitsplatz gewährt werden kann und inwieweit solche Stoffe auch unter der Carcinogens and Mutagens Directive (CMD, Richtlinie 2004/37/EC) geregelt werden sollten. Diese Studie unter Leitung von Risk and Policy Analysis, Ltd. und unter Beteiligung von FoBiG, wurde nun veröffentlicht und ist hier zugänglich.

Bei weiterführenden Fragen wenden Sie sich bitte an Klaus Schneider.
 

FoBiG und Partner Fraunhofer ITEM haben das in einer Pilotstudie für die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) entwickelte Verfahren zur Identifikation neu aufkommender chemischer Risiken in der Nahrungskette auf die unter der REACH-Verordnung registrierten Chemikalien angewendet. Ausgehend von etwa 15 000 registrierten Substanzen wurden im Rahmen dieses ebenfalls durch die EFSA geförderten Projektes 2 336 Substanzen identifiziert, die eine Reihe von Eingangskriterien erfüllten. Diese wurden hinsichtlich möglicher Freisetzungen in die Umwelt, biologischem Abbau und einer möglichen Anreicherung in der Nahrungskette bewertet. Chronische Gesundheitsgefahren für den Menschen wurden anhand der Einstufung nach CLP-Verordnung erfasst. Mittels der entwickelten Methodik wurden 212 Substanzen als potentielle neu aufkommende chemische Risiken in der Nahrungskette identifiziert. Die Methodik und Ergebnisse wurden nunmehr in einem externen wissenschaftlichen Abschlussbericht durch die EFSA veröffentlicht. Relevante Eingangsdaten sowie die zentralen Ergebnisse für alle 2 336 Substanzen sowie eine Batch-Version der Software ACC-HUMANsteady, die zur Bewertung der Anreicherung in der Nahrungskette verwendet wurde, sind hier frei zugänglich und erlauben interessierten Anwendern eine Reihe weiterer Analysen.

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte Jan Oltmanns.

Dosis-Wirkungsmodellierung (oder auch Benchmarkdose-Modellierung) ist eine wichtige, wissenschaftlich anerkannte Methode zur Ableitung von gesundheitsbasierten Grenzwerten. Vor kurzem fand bei der Weltgesundheitsorganisation in Genf ein Expertentreffen statt. Dies hatte zum Ziel, Kapitel 5 (Dose-Response Assessment and Derivation of Health-Based Guidance Values) des Environmental Health Criteria-Dokuments 240: “Principles and methods for the risk assessment of chemicals in food” zu überarbeiten. Klaus Schneider nahm als Experte an diesem Treffen teil. Die Veröffentlichung des überarbeiteten Kapitels 5 ist für dieses Jahr geplant.

Die in Deutschland rechtswirksamen Arbeitsplatzgrenzwerte für die Bewertung von Kohlenwasserstoffgemischen unter Anwendung der RCP-Methodik sind im Gemeinsamen Ministerialblatt (GMBl, Datum: 30.11.2017) veröffentlicht. FoBiG hat die Überarbeitung durchgeführt und auf Basis dieser Arbeit die Veröffentlichung von McKee und Kollegen „The reciprocal calculation procedure for setting occupational exposure limits for hydrocarbon solvents: an update” kommentiert und mit den in Deutschland gültigen Maßstäben verglichen. Der Leserbrief ist hier zu lesen.