Aktuelles

Aus Altreifen hergestellte Gummipartikel werden als Füllmaterial für Kunstrasenplätze verwendet. In einem Projekt auf Initiative der europäischen Reifenhersteller (European Tyre and Rubber Manufacturer‘s Association, ETRMA) und der „Crumb Rubber Industry Platform“ (CRIP) bewertete FoBiG, in Zusammenarbeit mit den Partnern Eurofins und Labosport, die gesundheitlichen Risiken durch diese Verwendung. Die Ergebnisse wurden in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Science of the Total Environment“ in drei Publikationen veröffentlicht und sind als „open access“ öffentlich einsehbar:

ERASSTRI - European Risk Assessment Study on Synthetic Turf Rubber Infill – Part 1: Analysis of infill samples
ERASSTRI - European Risk Assessment Study on Synthetic Turf Rubber Infill – Part 2: Migration and monitoring studies
ERASSTRI - European Risk Assessment Study on Synthetic Turf Rubber Infill – Part 3: Exposure and risk characterisation

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Klaus Schneider.

Allergische Hauterkrankungen durch berufliche Exposition gegenüber sensibilisierenden Arbeitsstoffen stellen ein zentrales Problem im präventiven Arbeitsschutz dar. Dies trifft ebenfalls auf Epoxidharzsysteme zu, die durch technisch herausragende Eigenschaften bekannt sind. Bereits mehrere Projekte beschäftigten sich mit der sensibilisierenden Wirkstärke der darin enthaltenen Inhaltsstoffe. Als technische Neuerung in den Systemen werden vermehrt sogenannte Präpolymere eingesetzt. Das derzeitige Projekt soll an Hand einer in vitro Testung Aussagen zur sensibilisierenden Wirkstärke im Vergleich zu den monomeren Bestandteilen treffen. Das Projekt wird durch die DGUV gefördert (FP-0451). Die Testung weiterer Inhaltsstoffe wird von den Mitgliedern des Arbeitskreis Epoxidharzinhaltsstoffe inhaltlich und finanziell unterstützt. Der Abschluss des Projekts wird zum Jahresende erwartet.

Ihr Kontakt für weitere Informationen bei FoBiG ist Karin Heine.

Im Springerverlag wurde kürzlich das Lehrbuch “The Practice of Consumer Exposure Assessment” (Herausgeber Gerhard Heinemeyer, Matti Jantunen, and Pertti Hakkinen), veröffentlicht, mit einem Beitrag von Klaus Schneider. Das Buch gibt einen umfassenden und detaillierten Überblick in die Methodik und Praxis der Bewertung der Exposition der Verbraucher gegenüber Stoffen in Lebensmitteln, Verbraucherprodukten und Umweltmedien.

Im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) analysiert FoBiG die Methoden zur Ableitung von Arbeitsplatzgrenzwerten und erarbeitet Vorschläge für Aktualisierungen und Harmonisierungen. Die ersten Teilberichte des Projektes zu
• Analyse der gegenwärtig verwendeten Methodiken
• Anwendung von Dosis-Wirkungsmodellierung
• Anwendung probabilistischer Verfahren
• Und zur Pfad-zu-Pfad-Übertragung
wurden nun auf der BAuA-Internetseite veröffentlicht.

Bei Fragen kontaktieren sie bitte Klaus Schneider.

Mitarbeiter von FoBiG haben in „sicher ist sicher“, einer Fachzeitschrift für Sicherheitstechnik, Gesundheitsschutz und menschengerechte Arbeitsgestaltung einen Artikel zur sicheren Verwendung von Epoxidharzprodukten  veröffentlicht. Darin werden die langjährigen, gemeinsamen Aktivitäten von Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen (z.B. Hersteller, Anwender, Arbeitsschutzbehörden, Unfallversicherungsträger) vorgestellt. Als Highlight wird der neu entwickelte „Gemischerechner“ zum Vergleich der sensibilisierenden Wirkstärken zweier technisch ähnlicher Epoxidharzprodukte präsentiert.

Bei Fragen kontaktieren sie bitte Karin Heine.