Aktuelles

Wie im EU-Amtsblatt vom 11. April 2022 veröffentlicht, werden die Zulassungspflichten gemäß Anhang XIV der REACH-Verordnung auf folgende 5 neue Stoffe ausgeweitet:

  • Tetraethylblei, EG-Nr.: 201-075-4, CAS-Nr.: 78-00-2
  • 4,4 ’-Bis(dimethylamino)-4“-(methylamino) tritylalkohol (mit ≥ 0,1 % Michlers Keton (EG-Nr. 202-027-5) oder Michlers Base (EG-Nr. 202-959-2)), EG-Nr.: 209-218-2, CAS-Nr.: 561-41-1
  • Reaktionsprodukte von 1,3,4-Thiadiazolidin-2,5-dithion-, Formaldehyd und 4-Heptylphenol, verzweigt und linear (RP-HP) (mit ≥ 0,1 % w/w 4-Heptylphenol, verzweigt und linear), EG-Nr. -, CAS-Nr. -
  • 2-Ethylhexyl-10-ethyl-4,4-dioctyl-7-oxo-8-oxa-3,5-dithia-4-stannatetradecanoat (DOTE), EG-Nr.: 239-622-4, CAS-Nr.: 15571-58-1
  • Reaktionsmasse von 2-Ethylhexyl-10-ethyl-4,4-dioctyl-7-oxo-8-oxa-3,5-dithia-4-stannatetradecanoat und 2-Ethylhexyl-10-ethyl-4- [[2- [(2-ethylhexyl) oxy] -2-oxoethyl] thio] -4-octyl-7-oxo-8-oxa-3,5-dithia-4-stannatetradecanoat (Reaktionsmasse von DOTE und MOTE), EG-Nr. -, CAS-Nr. -

Diese Stoffe wurden 2019 aufgrund ihrer fortpflanzungsgefährdenden, krebserregenden oder endokrinschädlichen Eigenschaften als SVHCs (Substances of Very High Concern) identifiziert. Unternehmen, die diese Substanzen über den 1. Mai 2025 hinaus nutzen möchten, müssen bis zum 1. November 2023 bei der ECHA Zulassungsanträge einreichen.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Jan Oltmanns.

Innerhalb von kurzer Zeit wurden zwei EU-Verordnungen verabschiedet, die beide Änderungen bei den Informationsanforderungen der REACH Verordnung (Verordnung (EG) 1907/2006) herbeiführen. Die Verordnung (EU) 2021/979 vom 17. Juni 2021 gilt bereits seit dem 8. Januar 2022. Verordnung (EU) 2022/477 vom 24. März 2022 wird ab dem 14. Oktober 2022 gültig sein. Beide Verordnungen betreffen Änderungen in den REACH Annexen. ECHA plant, entsprechende Leitliniendokumente in der zweiten Hälfte 2022 zu updaten. Registranden sind aufgefordert, ihre Registrierungen entsprechend zu überarbeiten.
Bei Fragen zu diesen Neuerungen wenden Sie sich gerne an Eva Kaiser.

Mit fast 200 Teilnehmern fand am 5. April 2022 der internationale Workshop zum BAuA-Forschungsprojekt F 2437 („Derivation of occupational exposure limits for airborne chemicals - Comparison of methods and protection levels“) zur Methodik der Ableitung von Arbeitsplatzgrenzwerten statt. Die Präsentationen sind auf der Workshop-Website verfügbar. Ein Mittschnitt (für zwei Wochen verfügbar) und eine Zusammenfassung des Workshops werden ebenfalls in Kürze dort bereitgestellt.
 

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass zwei Veröffentlichungen von FoBiG-Mitarbeitern erschienen sind. Diese Publikationen im Journal of Applied Toxicology (Dilger et al., 2022; Schneider et al., 2022) fassen die Ergebnisse eines Projektes von FoBiG zu Methoden der Ableitung von Arbeitsplatzgrenzwerten (BAuA Forschungsprojekt F2437) zusammen.

Die Projektergebnisse werden auch am 5. April 2022 (online und in Präsenz in Dortmund) in einem Workshop vorgestellt. Interessierte können sich hier zum Workshop anmelden.

Der Abschlussbericht des Projektes steht auf der Seite der BAuA zum Download bereit.

Am 5. April 2022 werden auf einem Workshop in Dortmund (Konferenzsprache Englisch, Teilnahme in Präsenz und online möglich) die Ergebnisse eines Projektes von FoBiG zu Arbeitsplatzgrenzwerten (Forschungsprojekt F2437) vorgestellt. Dieses Projekt hatte zum Ziel, die Unterschiede zwischen den aktuell verwendeten Methoden der Grenzwertableitung und die daraus resultierenden unterschiedlichen Schutzniveaus zu analysieren und transparent zu machen. Auf Basis eigener neuer Datenauswertungen wurden Verteilungen für die Zeit-, Inter- und Intraspeziesextrapolation erstellt und mit probabilistischen Methoden kombiniert, um Schutzniveaus zu untersuchen. Übergeordnetes Ziel des Vorhabens war es, ein gemeinsames Verständnis für die notwendigen methodischen Festlegungen bei der Grenzwertsetzung und damit eine Grundlage zur Harmonisierung der Grenzwertableitung für den Arbeitsplatz in der EU zu schaffen. 

Interessierte können sich hier zum Workshop anmelden.

Der Abschlussbericht zum Projekt steht hier zum Download bereit.