Neue Veröffentlichung zu Ersatzstoffen für Oxime in Farben und Lacken und für Silan-Oxime in Dichtstoffen

04.08.2026

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat eine neue Studie auf ihrer Website veröffentlicht, die von unserem Team durchgeführt wurde.
Die Studie widmete sich der Ermittlung von Ersatzstoffen und -verfahren für die Verwendung von Oximen als Hautverhinderungsmittel in Farben und Lacken und als Vernetzer (Silan-Oxime) in Dichtstoffen. Die Verwendung dieser Stoffe in diesen Produktgruppen ist kritisch, da während des Aushärtungsprozesses Oxime in die Umgebungsluft freigesetzt werden, die eine potenzielle Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen (z. B. sind weit verbreitete Stoffe wie MEKO und DMKO als krebserzeugend (Kategorie 1B) eingestuft).


Wichtigste Erkenntnisse im Überblick:
•    Grundsätzlich: Produzenten bestätigen, dass ein Wechsel zu oximfreien Produkten in den meisten Anwendungsbereichen prinzipiell möglich ist.
•    Farben & Lacke: Alternative Systeme (wie wasserbasierte Lacke oder Acryllacke) kommen ohne Hautverhinderungsmittel aus, zeigen jedoch bei speziellen Anwendungen Leistungseinschränkungen.
•    Silikondichtstoffe: Alkoxy-, Acetoxy- oder Lactatester-Systeme sowie Hybrid- oder Polyurethanverbindungen sind einsatzbereit. Sie weisen vereinzelt Nachteile bei Trocknungszeit, Haftung oder Verfärbungen auf.
•    Forschungsbedarf: Für eine zielgerichtete Weiterentwicklung von Alternativen fordert die Industrie vor allem rechtliche Klarheit bei den Regulierungsvorschriften.


Den vollständigen Bericht mit allen Umfrageergebnissen und Analysen finden Sie direkt auf der Website der BAuA.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

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Dr. Melanie Macherey