Aktuelles

Die von der Europäischen Kommission (Generaldirektion EUROSTAT) initiierte „REACH Baseline Study“ untersucht die Auswirkungen von REACH auf die durch Chemikalien verursachten Risiken sowie auf die zugrunde liegende Qualität der Daten. Die Studie zeichnet sich durch wiederholte Erhebungen im Abstand von jeweils 5 Jahren aus. FoBiG war von Anbeginn an der Methodenentwicklung und Durchführung der ersten Studie sowie an der ersten Aktualisierung nach 5 Jahren beteiligt. Wie in der Vergangenheit auch hat ein Team von FoBiG, INERIS und DHI unter Federführung des Öko-Instituts Freiburg die Aktualisierung nach 10 Jahren bearbeitet. Die Arbeiten wurden von der Europäischen Kommission (Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU) finanziert und nun  auf der Website der Kommission veröffentlicht.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Mitarbeiter Jan Oltmanns.

Unsere Kollegin Eva Kaiser hält im Sommersemester 2017 eine Vorlesung zum Thema Regulatorische Toxikologie. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vorlesungsreihe Toxikologie für Chemiker und Naturwissenschaftler ausgerichtet vom Lehrstuhl für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg statt. Frau Kaiser wird darin neben dem grundsätzlichen Vorgehen in der Regulation von Chemikalien nach heutigem Standard auch aktuelle Beispiele aus dem Alltag eines Toxikologen präsentieren.

Bei Fragen und Interesse wenden Sie sich direkt an Eva Kaiser.

26. Juni 2017

Die Anfänge von FoBiG liegen nun mehr als 30 Jahre zurück und vor genau 25 Jahren wurde FoBiG als GmbH gegründet, im Jahr 1992. Gründe genug zu feiern! FoBiG veranstaltete deswegen am 16. Juni 2017 einen „25th Anniversary Workshop - Perspectives in Regulatory Toxicology” in Oberbergen im Kaiserstuhl, nahe Freiburg. Beim Workshop mit vielen Gästen gaben wir Einblick in unsere methodischen Ansätze im Bereich der toxikologischen Risikobewertung und diskutierten aktuelle Entwicklungen. Die Präsentationen stehen hier zum Download zur Verfügung. Und hier gibt es einige Impressionen von der Veranstaltung. Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die mit uns gefeiert haben!

1. Juni 2017
FoBiG feiert!

Die Anfänge von FoBiG liegen nun mehr als 30 Jahre zurück und vor genau 25 Jahren wurde FoBiG als GmbH gegründet, im Jahr 1992. Gründe genug zu feiern! FoBiG veranstaltet deswegen am 16. Juni 2017 einen „25th Anniversary Workshop - Perspectives in Regulatory Toxicology” in Oberbergen im Kaiserstuhl, nahe Freiburg. Beim Workshop möchten wir Einblick in unsere methodischen Ansätze im Bereich der toxikologischen Risikobewertung geben und aktuelle Entwicklungen diskutieren. Die Präsentationen stehen in Kürze hier zur Verfügung.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zusammen mit dem Arbeitskreis „Regulatorische Toxikologie“ in der Gesellschaft für Toxikologie veranstaltet vom 25. bis 27. Oktober 2017 einen Workshop zur Expositionsschätzung. Die Veranstaltung für WissenschaftlerInnen mit Kenntnissen im Bereich der Expositionsschätzung beinhaltet einführende Vorträge, Diskussionen und praktische Übungen zu Expositionsschätzung und „tiered approach“. Weitere Information und Anmeldung hier.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Klaus Schneider.

FoBiG hat im Auftrag von Cefic und ECPA die Auswirkungen der von der Europäischen Kommission in ihrer Roadmap vorgeschlagenen Optionen sowie eines Industrievorschlags zur Einstufung von endokrinen Disruptoren am Beispiel von natürlich vorkommenden Substanzen (Koffein, Genistein, Saccharose, Vitamin D3) untersucht. Die Studienergebnisse wurden im Journal of Toxicology and Health publiziert und sind nun als Online-Publikation verfügbar.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ulrike Schuhmacher-Wolz.

Vom 07. bis 11. Mai findet die diesjährige Konferenz der Society of Environmental Toxicology and Chemistry (SETAC) Europe in Brüssel statt. Der FoBiG Mitarbeiter Markus A. Schwarz stellt die Ergebnisse eines Projekts für das Umweltbundesamt (UBA) zur Prüfung und Weiterentwicklung von Methoden zum Persistenz-Screening vor. Dieses Projekt wurde zusammen mit den Partnern Hydrotox und ECT Ökotoxikologie durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts, einschließlich eines daran anschließenden Workshops werden in Form des Posters „Regulatory assessment of environmental persistence: OECD biodegradability screening tests – need for improvements and possibilities for enhancements” am Montag, 08. Mai, in der Exhibition Hall, Nr. 146 (Poster session: Persistence & biodegradation assessment) präsentiert. Das Abstract des Posterbeitrags ist hier verfügbar.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Markus Schwarz.

Am 13. Juni 2017 findet bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA, Österreich) die Informationsveranstaltung „Epoxide und Allergien“ statt. Aktuelle Forschungsergebnisse und die Situation hinsichtlich Hauterkrankungen und Hautbehandlung sowie aktuelle Maßnahmen zur Prävention werden vorgestellt. Unter anderem präsentieren Mitarbeiter von FoBiG die Ergebnisse eines aktuellen und von der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geförderten Projekts (Endbericht von DGUV FP-0384). Das Ziel des Projektes war die Wirkstärken für die sensibilisierende Wirkung von möglichst vielen Inhaltsstoffen von Epoxidharzsystemen zu bewerten und Möglichkeiten aufzuzeigen, um die Ergebnisse in die praxisnahe Bewertung der Epoxidharzsysteme einfließen zu lassen. Eine Anmeldung für die Teilnahme am Workshop ist erforderlich.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Karin Heine.

FoBiG-Mitarbeiter Jan Oltmanns präsentiert die Ergebnisse der ersten EFSA-Studie zur Identifikation neu aufkommender chemischer Risiken in der Nahrungskette auf dem 13. Symposium für Lebensmittelsicherheit der International Association for Food Protection (IAFP), das vom 29.-31.3.2017 in Brüssel stattfindet. Die von FoBiG zusammen mit Fraunhofer ITEM für die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) durchgeführte und 2016 abgeschlossene Studie (hier publiziert) wird von Fraunhofer ITEM mit Posterbeiträgen ebenfalls auf der 83. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie (Heidelberg, 6.-9.3.2017) sowie der 56. Jahrestagung der Society of Toxicology (Baltimore, 12.-16.3.2017) vorgestellt. Wie an dieser Stelle bereits berichtet, sind FoBiG und Fraunhofer ITEM seit Januar 2017 mit einem Folgeprojekt der EFSA zu diesem Thema befasst, welches das an 100 Substanzen erprobte Verfahren auf alle unter REACH registrierten Stoffe ausweitet.

Ihr Kontakt für weitere Informationen bei FoBiG ist Jan Oltmanns

Auch dieses Jahr wird der Arbeitskreis Regulatorische Toxikologie der Gesellschaft für Toxikologie im Rahmen der Jahrestagung der DGPT (2nd German Pharm-Tox Summit - 83rd Annual Meeting of the DGPT) einen Advanced Course veranstalten, diesmal zum Thema "Aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Expositionsbewertung und -standardisierung". Klaus Schneider von FoBiG wird dabei zu den Ergebnissen des Projektes „Machbarkeitsstudie Verbraucherverhalten Chemikalien“ berichten. In diesem Projekt im Auftrag des Bundesinstituts für Risikobewertung wird untersucht, wie durch Verbraucherbefragungen die Datenlage zu wichtigen Eingangsgrößen der Expositionsschätzung (u.a. Häufigkeit und Dauer der Verwendung von Verbraucherprodukten, Verbrauchsmengen und Anwendungsbedingungen) verbessert werden kann.

ECHAs Komitees für Risikobewertung (RAC) und sozioökonomische Analyse (SEAC) haben kürzlich ihre abschließenden Stellungnahmen zu den industriellen Verwendungen von 1,2-Dichlorethan (EDC) durch Dow-Firmen (Dow Italia S.R.L und Dow France SAS) als „sulphonation swelling agent of polystyrene-divinylbenzene copolymer beads in the production of strong acid cation exchange resins“ abgegeben. Darin stimmten sie der Zulassung zu und empfahlen eine Review-Periode von 12 Jahren. FoBiG zusammen mit ihren Partnern im Bereich der REACH-Zulassung, RPA Ltd., waren für die Erarbeitung der Zulassungsdossiers für Dow und andere EDCAC-Mitglieder (EDC Authorisation consortium) verantwortlich.

Mieke Diebold, verantwortliche EHS Product Steward Managerin bei Dow Chemical Company, erklärte: „Dow is very pleased with the outcome of the ECHA opinion” und „the cooperation and communication with both FoBiG and RPA was professional, efficient and all time corridors were met”. Im Rückblick auf die gemeinsame Arbeit am Zulassungsantrag führte Frau Diebold weiter aus: „both RPA and FoBiG are committed to get the job well done. They have the required background knowledge and are always ready to assist, both during the dossier creation and the communications with ECHA after the submission. Throughout the process, RPA and FoBiG were reliable and experienced partners. I can highly recommend them!”

Falls Sie Fragen zum Zulassungsprozess unter REACH haben, fragen Sie Klaus Schneider.

Im Dezember 2016 veröffentlichte ECHA die aktualisierte Endpunkt-spezifische Leitlinie R.7a in Bezug auf die Endpunkte Haut- und Atemwegssensibilisierung. Das mechanistische Verständnis der Hautsensibilisierung ist weit fortgeschritten und spiegelt sich im sogenannten „Adverse Outcome Pathway“ wieder. Auf dieser Basis war es möglich verschiedene in vitro Testungen zu konzipieren, die einzelne der zu durchlaufenden Teilschritte abprüfen. Insgesamt liegen drei validierte in vitro/in chemico Prüfrichtlinien zum Endpunkt Hautsensibilisierung vor (OECD TG 442 C/D/E). In der neu formulierten Leitlinie wird darauf verwiesen, dass die in vivo Testung nur noch das letzte Mittel der Wahl darstellt. Dies entspricht auch der im September erschienenen Änderung der REACH-Verordnung (Commission Regulation (EU) 2016/1688), die die in vitro/in chemico Testung als Standard-Datenanforderungen ansieht. Aktuell besteht allerdings noch das Problem, dass es mit Hilfe der validierten in vitro/in chemico Tests nur möglich ist, die hautsensibilisierenden Eigenschaften einer Substanz zu erkennen bzw. eine Nichteinstufung zu begründen. Die nach CLP geforderte Potenzbewertung ist aktuell noch Gegenstand der Forschung.

Bei weiteren Fragen zum Thema Testung hautsensibilisierender Eigenschaften hilft Ihnen unsere Expertin Karin Heine gerne weiter.