Aktuelles

15. Juni 2020

Aufgrund der derzeitigen Corona-Situation arbeiten wir in großen Teilen von zu Hause aus. Deshalb sind wir nicht wie gewöhnlich durchgehend telefonisch im Büro erreichbar. Mailen Sie uns bitte, wenn Sie uns kontaktieren möchten. Wir werden dann umgehend telefonisch oder schriftlich antworten.

FoBiG freut sich, den Beginn der Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der „Hydrocarbon Solvents Producers Association“ (HSPA) bekannt zu geben. Wir freuen uns, die HSPA bei der Dossiererstellung für Kohlenwasserstofflösungsmittel zu unterstützen, die in Druckfarben (oder anderen Mischungen) in Materialien mit Lebensmittelkontakt (FCM) verwendet werden. Derzeit gibt es keine entsprechende europäische Gesetzgebung. Der Antrag ist für die Einreichung beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zur Aufnahme entsprechender Stoffe in eine Empfehlungsliste (die rechtlich nicht bindend ist) vorgesehen.

Für weitere Informationen zu Materialien mit Lebensmittelkontakt wenden Sie sich bitte an Karin Heine.

FoBiG hat zusammen mit dem Öko-Institut und Risk & Policy Analysts (RPA) die Generaldirektion Umwelt (DG ENV) der Europäischen Kommission bei der Entwicklung von Indikatoren unterstützt, die die Vorteile der EU-Chemikaliengesetzgebung für die menschliche Gesundheit und die Umwelt messen. Während die Entwicklung solcher Indikatoren auf verschiedene Probleme stößt, enthält der kürzlich veröffentlichte Bericht zu diesem Projekt eingehende Analysen mehrerer möglicher Indikatoren und schlussfolgert für jeden von ihnen, ob er in Zukunft weiterverfolgt werden sollte, in Zukunft ein gewisses Potenzial haben könnte oder nicht weiter in Betracht gezogen werden sollte. FoBiG hat zu diesem Bericht u.a. ein Konzept beigesteuert, das es erlaubt, Messdaten hinsichtlich ihrer Eignung für die Indikatorenentwicklung zu analysieren.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Jan Oltmanns.

Aus Altreifen hergestellte Gummipartikel werden als Füllmaterial für Kunstrasenplätze verwendet. In einem Projekt auf Initiative der europäischen Reifenhersteller (European Tyre and Rubber Manufacturer‘s Association, ETRMA) und der „Crumb Rubber Industry Platform“ (CRIP) bewertete FoBiG, in Zusammenarbeit mit den Partnern Eurofins und Labosport, die gesundheitlichen Risiken durch diese Verwendung. Die Ergebnisse wurden in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Science of the Total Environment“ in drei Publikationen veröffentlicht und sind als „open access“ öffentlich einsehbar:

ERASSTRI - European Risk Assessment Study on Synthetic Turf Rubber Infill – Part 1: Analysis of infill samples
ERASSTRI - European Risk Assessment Study on Synthetic Turf Rubber Infill – Part 2: Migration and monitoring studies
ERASSTRI - European Risk Assessment Study on Synthetic Turf Rubber Infill – Part 3: Exposure and risk characterisation

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Klaus Schneider.

Allergische Hauterkrankungen durch berufliche Exposition gegenüber sensibilisierenden Arbeitsstoffen stellen ein zentrales Problem im präventiven Arbeitsschutz dar. Dies trifft ebenfalls auf Epoxidharzsysteme zu, die durch technisch herausragende Eigenschaften bekannt sind. Bereits mehrere Projekte beschäftigten sich mit der sensibilisierenden Wirkstärke der darin enthaltenen Inhaltsstoffe. Als technische Neuerung in den Systemen werden vermehrt sogenannte Präpolymere eingesetzt. Das derzeitige Projekt soll an Hand einer in vitro Testung Aussagen zur sensibilisierenden Wirkstärke im Vergleich zu den monomeren Bestandteilen treffen. Das Projekt wird durch die DGUV gefördert (FP-0451). Die Testung weiterer Inhaltsstoffe wird von den Mitgliedern des Arbeitskreis Epoxidharzinhaltsstoffe inhaltlich und finanziell unterstützt. Der Abschluss des Projekts wird zum Jahresende erwartet.

Ihr Kontakt für weitere Informationen bei FoBiG ist Karin Heine.

Im Springerverlag wurde kürzlich das Lehrbuch “The Practice of Consumer Exposure Assessment” (Herausgeber Gerhard Heinemeyer, Matti Jantunen, and Pertti Hakkinen), veröffentlicht, mit einem Beitrag von Klaus Schneider. Das Buch gibt einen umfassenden und detaillierten Überblick in die Methodik und Praxis der Bewertung der Exposition der Verbraucher gegenüber Stoffen in Lebensmitteln, Verbraucherprodukten und Umweltmedien.

Im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) analysiert FoBiG die Methoden zur Ableitung von Arbeitsplatzgrenzwerten und erarbeitet Vorschläge für Aktualisierungen und Harmonisierungen. Die ersten Teilberichte des Projektes zu
• Analyse der gegenwärtig verwendeten Methodiken
• Anwendung von Dosis-Wirkungsmodellierung
• Anwendung probabilistischer Verfahren
• Und zur Pfad-zu-Pfad-Übertragung
wurden nun auf der BAuA-Internetseite veröffentlicht.

Bei Fragen kontaktieren sie bitte Klaus Schneider.

Mitarbeiter von FoBiG haben in „sicher ist sicher“, einer Fachzeitschrift für Sicherheitstechnik, Gesundheitsschutz und menschengerechte Arbeitsgestaltung einen Artikel zur sicheren Verwendung von Epoxidharzprodukten  veröffentlicht. Darin werden die langjährigen, gemeinsamen Aktivitäten von Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen (z.B. Hersteller, Anwender, Arbeitsschutzbehörden, Unfallversicherungsträger) vorgestellt. Als Highlight wird der neu entwickelte „Gemischerechner“ zum Vergleich der sensibilisierenden Wirkstärken zweier technisch ähnlicher Epoxidharzprodukte präsentiert.

Bei Fragen kontaktieren sie bitte Karin Heine.

FoBiG und Partner Fraunhofer ITEM haben das in einer Pilotstudie für die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) entwickelte Verfahren zur Identifikation neu aufkommender chemischer Risiken in der Nahrungskette in einem weiteren durch die EFSA finanzierten Projekt auf die unter der REACH-Verordnung registrierten Chemikalien angewendet. Nach der Veröffentlichung des umfangreichen externen wissenschaftlichen Abschlussberichts durch die EFSA wurden die zentralen Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Environmental Science: Processes & Impacts veröffentlicht. Für alle bewerteten Substanzen stehen dort zudem die relevanten Eingangsdaten sowie Ergebnisse interessierten Anwendern für weitere Analysen zur Verfügung.

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte Jan Oltmanns.

10. Dezember 2019
Spannende Projekte…

Wir sind am Ende des Jahres 2019, aber inmitten vieler spannender Projekte. Hier einige Highlights: Wir arbeiten für die BAuA an der Überprüfung und Weiterentwicklung von Methoden zur Ableitung von Arbeitsplatzgrenzwerten - welche empirische Basis gibt es für Extrapolationsfaktoren? Viele REACH-Zulassungsanträge halten uns in Atem. FoBiG hat als Consultant zusammen mit den Kollegen/innen von RPA einen der ersten Review Reports erarbeitet, für den RAC/SEAC 2019 (zum ersten Mal überhaupt für einen Review Report) eine 12-jährige Überprüfungsfrist vorgeschlagen hat. Und wir haben die toxikologische Bewertung von Gummigranulat aus Altreifen zur Verwendung auf Kunstrasenplätzen abgeschlossen -  die Veröffentlichung steht unmittelbar bevor.

Vielen Dank an alle Freunde/innen, Geschäftspartner/innen und Kunden/innen für die gute Zusammenarbeit.
Wir wünschen allen eine wohlverdiente Pause, erholsame Weihnachtstage und einen guten Start ins Neue Jahr 2020!

Und endlich wieder ein Rätsel: BiochemikerInnen sind im Vorteil, aber auch allen anderen wird es nicht schwerfallen zu entziffern, was wir wünschen.

Zur Bewertung einer möglichen endokrinen Wirkung von Chemikalien plant die Europäische Kommission, Standardinformationsanforderungen für die Anhänge VII-X der REACH-Verordnung zu definieren, sowie diesen Endpunkt in den Anhang I (Stoffsicherheitsbeurteilung) der Verordnung aufzunehmen. Hierbei soll nach den bisherigen Vorschlägen u.a. ein separater Punkt (ähnlich wie bereits für die Bewertung von PBT/vPvB-Eigenschaften) in Anhang I aufgenommen werden, unter dem eine Bewertung der endokrinen Wirkung erfolgen soll. Dem entsprechend soll auch der Stoffsicherheitsbericht erweitert werden. Zudem ist geplant, dass die ECHA ein entsprechendes Leitlinien-Dokument entwickelt. Wenngleich die Details der Standardinformationsanforderungen erst noch ausgearbeitet werden müssen, dürften sich die im Rahmen der Stoffsicherheitsbewertung notwendigen Arbeiten hierdurch erheblich ausweiten.


Anfang November finden zwei Webinare statt (5. November 16.00-17.00 Uhr (MEZ) und 6. November 16.00-17.00 Uhr (MEZ)). Die Webinare werden sich auf das ADCR und seine Aktivitäten konzentrieren. Insbesondere geben die Webinare den Teilnehmern die Möglichkeit, zu fragen und eventuelle Probleme im Zusammenhang mit den Chromatzulassungen aufzuwerfen. Alle Interessenvertreter in der Luft- und Raumfahrt und Verteidigung können sich registrieren, indem Sie unten auf einen der beiden Termine klicken:
5. Nov. 16.00-17.00 (MEZ)
6. Nov. 16.00-17.00 (MEZ)