Im Verteidigungsfall muss bei Ausfall der regulären Trinkwasserversorgung eine zeitlich begrenzte Notversorgung mit gesundheitlich unbedenklichem Not(trink)wasser gewährleistet sein. Die Anforderungen an die Qualität dieses Wassers entsprechen aber angesichts einer nur begrenzten Dauer dieser Notversorgung nicht den Bestimmungen der Trinkwasserverordnung. FoBiG hat im Auftrag des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) die Maßnahmenhöchstwerte für Notversorgungswasser überarbeitet. Die Ergebnisse wurden nun in der Datenbank Trinkwasser aktuell veröffentlicht.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Ulrike Schuhmacher-Wolz.
Wir gratulieren unserer Kollegin Ulrike Schuhmacher-Wolz, die für die Sitzungsperiode 2018 bis 2022 wieder als ehrenamtliches Mitglied der Trinkwasserkommission (TWK) berufen wurde. Die TWK ist eine nationale Fachkommission des Bundesministeriums für Gesundheit, die beim Umweltbundesamt angesiedelt ist. Die TWK berät über aktuelle Fragen und Probleme der Trinkwasserhygiene. Frau Schuhmacher-Wolz befasst sich insbesondere mit toxikologischen Fragestellungen rund um den Trinkwasserschutz.
Auf Einladung der Konferenzorganisatoren der Fachtagung „Umwelt 2018“ (10. bis 12. September 2018) in Münster berichtete Klaus Schneider zu den Ergebnissen zweier Forschungsprojekte für das Umweltbundesamt über die toxikologische Bewertung von PAK und über semipolare heterozyklische Kohlenwasserstoffe in komplexen UCVB-Stoffen. Die Vortragsfolien finden Sie hier.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Klaus Schneider.
Im Rahmen der Ausbildung zum Fachtoxikologen GT und der Qualifikation zum Eurotox European Registered Toxicologist (ERT) ist FoBiG entsprechend dem Beschluss der Weiterbildungskommission bei der letzten Sitzung als Weiterbildungsstätte für einen Anteil von 3 Jahren der 5-jährigen Weiterbildungszeit anerkennt.
Fachlich verantwortlich für die Ausbildung ist Ulrike Schuhmacher-Wolz.
Treffen Sie die FoBiG Mitarbeiterin Karin Heine beim ESTIV Kongress 2018 vom 15.-18. Oktober in Berlin. Sie stellt dort die in vitro Teststrategie und -ergebnisse aus einem Projekt zur Bewertung der sensibilisierender Wirkstärke von Epoxidharzinhaltsstoffen vor (P 142). Das Projekt wurde von der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gefördert. Der Endbericht liegt vor (DGUV FP-0384).
Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Karin Heine.
In einem neuen Forschungsprojekt (F2437) für die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) untersucht FoBiG die wissenschaftlichen Grundlagen der Grenzwertableitung am Arbeitsplatz mit dem Ziel zur Harmonisierung der Methoden beizutragen. Im Projekt sollen Unterschiede zwischen den aktuellen Verfahren der Grenzwertableitung diskutiert, auf Basis aktueller Datenauswertungen Vorschläge für geeignete Verteilungen für Extrapolationsfaktoren und neue methodische Ansätze wie z.B. probabilistische Verfahren mit ihren Vor- und Nachteilen dargestellt und diskutiert werden.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Klaus Schneider.
In einem Projekt für das Bundesinstitut für Risikobewertung wurde methodisch untersucht, wie mit Verbraucherumfragen wichtige Informationen zur Schätzung der Chemikalienexposition aus Verbraucherprodukten erhalten werden können. An Beispielprodukten wie Farben, Spachtelmasse, Cockpitspray sowie verschiedenen Erzeugnissen wurden Daten zu Verwendungsmengen, Dauer und Häufigkeit der Anwendung sowie weitere Informationen erhoben. Die Ergebnisse sind nun in einer Publikation im Journal of Exposure Science and Environmental Epidemiology erschienen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Klaus Schneider.
Anlässlich der Übernahme von EUSES durch ECHA waren Interessensvertreter der Gebiete Industriechemikalien und Biozide zu einem durch ECHA organisierten Workshop eingeladen, an dem unser Mitarbeiter Markus Schwarz teilnahm. Es ging um erforderliche Updates sowohl der Releasemodule als auch der Module zur Modellierung des Umweltverhaltens. Teilnehmer konnten vorab auch eigene Themenvorschläge einbringen. Somit ergaben sich insgesamt 27 Updatevorschläge, die zur Diskussion standen. Detaillierte Darstellungen jedes Vorschlages sind im „Annex 2“-Dokument veröffentlicht, das auf der ECHA-Webseite heruntergeladen werden kann. Alle Themen wurden erläutert und diskutiert, 12 davon waren im Vorhinein mit Blick auf Entwicklungsstand und Auswirkungen priorisiert worden. Die Teilnehmer wählten ca. 8 Themen zur vertieften Diskussion in Form eines „World Cafés“ aus. Ziel der Veranstaltung war eine erste Priorisierung von Updateerfordernissen. ECHA beabsichtigt eine Dokumentation des Workshops zum Download zur Verfügung zu stellen. Eine detailliertere Folgestudie zu Erfordernissen, Lösungen und damit verbunden Kosten ist für Q4 2018 bis Q2 2019 geplant und soll als Entscheidungsbasis für eine Neugestaltung und Updates von EUSES (möglicherweise Q4 2019 bis Q3 2021) dienen.
Im März dieses Jahres wurde der Entwurf einer ECHA Leitlinie zum ANNEX VIII der bestehenden CLP Verordnung veröffentlicht. Ab dem 1. Januar 2020 werden Importeure und nachgeschaltete Anwender verpflichtet sein, humantoxikologisch eingestufte Gemische für Verbraucheranwendungen an EU Poison Centres zu melden. Die Leitlinie soll helfen, die Verpflichtungen für alle Akteure klar zu machen und die Umsetzung zu gewährleisten. Zudem wurde Ende April das harmonisierte Poison Centres Notification (PCN) Format veröffentlicht. Das Tool zur Generierung eines Unique Formula Identifiers (UFI) liegt ebenfalls bereits vor.
Bei Fragen zu den Notifizierungspflichten wenden Sie sich an Eva Kaiser.
Das Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) betreibt das Gefahrstoffinformationssystem (GESTIS). Hierzu gehört die sogenannte „Stoffdatenbank“. In dieser sind Fachinformationen und Expertenwissen zu etwa 9400 Gefahrstoffen strukturiert zusammengefasst. Sie stellt somit ein praxisbezogenes Nachschlagewerk für den sicheren Umgang am Arbeitsplatz dar. FoBiG hat im März 2018 den Auftrag erhalten über die nächsten zwei Jahre kontinuierlich die stoffbezogenen arbeitsmedizinisch-toxikologischen Informationen zu überprüfen und wenn notwendig zu aktualisieren oder gänzlich neue Zusammenfassungen zu erarbeiten. In der ersten Bearbeitungsphase werden Lithium und diverse Lithiumverbindungen behandelt.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Karin Heine.
Wir möchten unser wissenschaftliches Team ergänzen und eine unbefristete Stelle für Toxikologie besetzen. Die Stellenbeschreibung und Details zur Bewerbung finden Sie in der Ausschreibung.
Am 9. März 2018 findet in Brüssel ein Stakeholder-Workshop zu einem Projekt im Auftrag der Europäischen Kommission, Generaldirektion Umwelt statt.
Das Projekt mit dem Titel „Approaches and tools to support consumer exposure assessment under REACH” hat die Kommunikation von Informationen zur Verbraucherexposition unter REACH zum Thema. In ihren REACH-Dossiers verwenden Registranten Informationen zur Substanz und zu den Anwendungsbedingungen zur Beschreibung der sicheren Verwendung von Verbraucherprodukten. Das Projekt zielt darauf ab, die Art und Weise, wie diese Informationen an die Lieferkette weitergegeben werden, zu verbessern. FoBiG unterstützt die Projektpartner, die niederländische Behörde RIVM und Risk and Policy Analysts Ltd. (RPA) in der Durchführung dieses Projektes.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Klaus Schneider.