06.08.2019

FoBiG Präsenz auf dem SETAC Europe 29th Annual Meeting

Melanie Macherey und Markus Schwarz nahmen an der diesjährigen Konferenz der Society of Environmental Toxicology and Chemistry (SETAC) Europe in Helsinki (26.-30. Mai) teil. Auch in diesem Jahr war Endokrine Disruption wieder ein wichtiges Thema, mitunter als Reaktion auf die neue „ECHA/EFSA Guidance for the identification of endocrine disruptors in the context of Regulations (EU) No 528/2012 and (EC) No 1107/2009“, welche im Juni 2018 veröffentlicht wurde. Um die in der Guidance gestellten Anforderungen zu erfüllen, wurden Konzepte besprochen und neue wissenschaftliche Methoden vorgestellt, z.B. zur Modellierung von populationsrelevanten adversen Effekten in nicht-Zielorganismen oder zur Identifizierung von Thyroidhormon-Signalwegstörungen. Zudem wurde rege diskutiert, ob – angesichts einer gefahrenbezogenen Bewertung in der EU – allein die biologische Plausibilität genügt, oder vielmehr die Kausalität des Zusammenhangs entscheidend ist, wenn ein adverser Effekt einem spezifischen endokrinen Wirkmechanismus zugewiesen werden soll; und welche Rolle die mechanistische Wirksamkeit (Potenz) einer Substanz für diesen Wirkmechanismus dabei spielt.