Aktuelles

Im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA- FKZ 3716622053) führt FoBiG die toxikologische Bewertung von C4-C8 Alkanen als Grundlage für die Ableitung von Innenraumluftrichtwerten (RW-II und RW-I) durch. In diese Stoffgruppe gehören zum Beispiel Pentane, n-Hexan, Cyclohexan und Octane. FoBiG hat durch die Anpassung auf deutsches Arbeitsrecht und die in 2014 durchgeführte Aktualisierung der RCP-Methodik (RCP = reciprocal calculation procedure) zur Bewertung von Lösemittelkohlenwasserstoffgemischen am Arbeitsplatz bereits umfangreiche Erfahrung mit den zu bewertenden Einzelstoffen und Gemischen. Die Bewertung der C4-C8-Alkane ist nötig, da sie laut Ausschuss für Innenraumrichtwerte (AIR) in der letzten Zeit vermehrt in der Innenraumluft nachgewiesen werden. Verschiedene Vertreter der Stoffgruppe werden beispielsweise als Lösemittel in Lacken, Harzen und Fleckentferner im Innenraumbereich eingesetzt. Auch Lampenöle und Emissionen aus Feuerstätten kommen als Emissionsquellen in Frage.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Fritz Kalberlah

Aus Altreifen hergestellte Gummipartikel werden als Füllmaterial für Kunstrasenplätze verwendet. Kürzlich bewertete die Europäische Chemikalienagentur ECHA mögliche Risiken für die Gesundheit durch Kunstrasenplätze, die mit Gummipartikeln gefüllt wurden. Die Behörde kam zum Schluss, dass die Kunstrasenplätze sicher benutzt werden können, wies aber auch auf noch einige existierende Datenlücken hin. Auf Initiative der europäischen Reifenhersteller (European Tyre and Rubber Manufacturer‘s Association, ETRMA) und der „Crumb Rubber Industry Platform“ (CRIP) startete FoBiG, zusammen mit den Partnern Eurofins und Labosport, ein Projekt zur „Bewertung von Exposition und potentiellen Risiken für die menschliche Gesundheit durch Verwendung von Gummipartikeln aus Altreifen auf Kunstrasenplätzen“. Mit diesem Forschungsprojekt wird eine Anstrengung unternommen, verbleibende Datenlücken zu füllen und eine umfassende Risikobewertung von chemischen Stoffen aus Kunstrasenfüllungen vorzunehmen.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Klaus Schneider.

FoBiG zusammen mit den Partnern Hydrotox und ECT hat in einem Projekt für das Umweltbundesamt Methoden zur Bewertung der Persistenz im Zuge der PBT/vPvB-Bewertung einer Prüfung unterzogen. In einem internationalen Workshop auf Einladung des Umweltbundesamtes wurden die Ergebnisse diskutiert. Der Forschungsbericht „Assessment of environmental persistence: regulatory requirements and practical possibilities – available test systems, identification of technical constraints and indication of possible solutions” wurde jetzt online verfügbar gemacht.

Bei Fragen wenden Sie sich an unseren Mitarbeiter Markus Schwarz.

Die von der Europäischen Kommission (Generaldirektion EUROSTAT) initiierte „REACH Baseline Study“ untersucht die Auswirkungen von REACH auf die durch Chemikalien verursachten Risiken sowie auf die zugrunde liegende Qualität der Daten. Die Studie zeichnet sich durch wiederholte Erhebungen im Abstand von jeweils 5 Jahren aus. FoBiG war von Anbeginn an der Methodenentwicklung und Durchführung der ersten Studie sowie an der ersten Aktualisierung nach 5 Jahren beteiligt. Wie in der Vergangenheit auch hat ein Team von FoBiG, INERIS und DHI unter Federführung des Öko-Instituts Freiburg die Aktualisierung nach 10 Jahren bearbeitet. Die Arbeiten wurden von der Europäischen Kommission (Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU) finanziert und nun  auf der Website der Kommission veröffentlicht.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Mitarbeiter Jan Oltmanns.

Unsere Kollegin Eva Kaiser hält im Sommersemester 2017 eine Vorlesung zum Thema Regulatorische Toxikologie. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vorlesungsreihe Toxikologie für Chemiker und Naturwissenschaftler ausgerichtet vom Lehrstuhl für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg statt. Frau Kaiser wird darin neben dem grundsätzlichen Vorgehen in der Regulation von Chemikalien nach heutigem Standard auch aktuelle Beispiele aus dem Alltag eines Toxikologen präsentieren.

Bei Fragen und Interesse wenden Sie sich direkt an Eva Kaiser.

26. Juni 2017

Die Anfänge von FoBiG liegen nun mehr als 30 Jahre zurück und vor genau 25 Jahren wurde FoBiG als GmbH gegründet, im Jahr 1992. Gründe genug zu feiern! FoBiG veranstaltete deswegen am 16. Juni 2017 einen „25th Anniversary Workshop - Perspectives in Regulatory Toxicology” in Oberbergen im Kaiserstuhl, nahe Freiburg. Beim Workshop mit vielen Gästen gaben wir Einblick in unsere methodischen Ansätze im Bereich der toxikologischen Risikobewertung und diskutierten aktuelle Entwicklungen. Die Präsentationen stehen hier zum Download zur Verfügung. Und hier gibt es einige Impressionen von der Veranstaltung. Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die mit uns gefeiert haben!

1. Juni 2017
FoBiG feiert!

Die Anfänge von FoBiG liegen nun mehr als 30 Jahre zurück und vor genau 25 Jahren wurde FoBiG als GmbH gegründet, im Jahr 1992. Gründe genug zu feiern! FoBiG veranstaltet deswegen am 16. Juni 2017 einen „25th Anniversary Workshop - Perspectives in Regulatory Toxicology” in Oberbergen im Kaiserstuhl, nahe Freiburg. Beim Workshop möchten wir Einblick in unsere methodischen Ansätze im Bereich der toxikologischen Risikobewertung geben und aktuelle Entwicklungen diskutieren. Die Präsentationen stehen in Kürze hier zur Verfügung.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zusammen mit dem Arbeitskreis „Regulatorische Toxikologie“ in der Gesellschaft für Toxikologie veranstaltet vom 25. bis 27. Oktober 2017 einen Workshop zur Expositionsschätzung. Die Veranstaltung für WissenschaftlerInnen mit Kenntnissen im Bereich der Expositionsschätzung beinhaltet einführende Vorträge, Diskussionen und praktische Übungen zu Expositionsschätzung und „tiered approach“. Weitere Information und Anmeldung hier.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Klaus Schneider.

FoBiG hat im Auftrag von Cefic und ECPA die Auswirkungen der von der Europäischen Kommission in ihrer Roadmap vorgeschlagenen Optionen sowie eines Industrievorschlags zur Einstufung von endokrinen Disruptoren am Beispiel von natürlich vorkommenden Substanzen (Koffein, Genistein, Saccharose, Vitamin D3) untersucht. Die Studienergebnisse wurden im Journal of Toxicology and Health publiziert und sind nun als Online-Publikation verfügbar.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ulrike Schuhmacher-Wolz.

Vom 07. bis 11. Mai findet die diesjährige Konferenz der Society of Environmental Toxicology and Chemistry (SETAC) Europe in Brüssel statt. Der FoBiG Mitarbeiter Markus A. Schwarz stellt die Ergebnisse eines Projekts für das Umweltbundesamt (UBA) zur Prüfung und Weiterentwicklung von Methoden zum Persistenz-Screening vor. Dieses Projekt wurde zusammen mit den Partnern Hydrotox und ECT Ökotoxikologie durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts, einschließlich eines daran anschließenden Workshops werden in Form des Posters „Regulatory assessment of environmental persistence: OECD biodegradability screening tests – need for improvements and possibilities for enhancements” am Montag, 08. Mai, in der Exhibition Hall, Nr. 146 (Poster session: Persistence & biodegradation assessment) präsentiert. Das Abstract des Posterbeitrags ist hier verfügbar.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Markus Schwarz.

Am 13. Juni 2017 findet bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA, Österreich) die Informationsveranstaltung „Epoxide und Allergien“ statt. Aktuelle Forschungsergebnisse und die Situation hinsichtlich Hauterkrankungen und Hautbehandlung sowie aktuelle Maßnahmen zur Prävention werden vorgestellt. Unter anderem präsentieren Mitarbeiter von FoBiG die Ergebnisse eines aktuellen und von der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geförderten Projekts (Endbericht von DGUV FP-0384). Das Ziel des Projektes war die Wirkstärken für die sensibilisierende Wirkung von möglichst vielen Inhaltsstoffen von Epoxidharzsystemen zu bewerten und Möglichkeiten aufzuzeigen, um die Ergebnisse in die praxisnahe Bewertung der Epoxidharzsysteme einfließen zu lassen. Eine Anmeldung für die Teilnahme am Workshop ist erforderlich.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Karin Heine.

FoBiG-Mitarbeiter Jan Oltmanns präsentiert die Ergebnisse der ersten EFSA-Studie zur Identifikation neu aufkommender chemischer Risiken in der Nahrungskette auf dem 13. Symposium für Lebensmittelsicherheit der International Association for Food Protection (IAFP), das vom 29.-31.3.2017 in Brüssel stattfindet. Die von FoBiG zusammen mit Fraunhofer ITEM für die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) durchgeführte und 2016 abgeschlossene Studie (hier publiziert) wird von Fraunhofer ITEM mit Posterbeiträgen ebenfalls auf der 83. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie (Heidelberg, 6.-9.3.2017) sowie der 56. Jahrestagung der Society of Toxicology (Baltimore, 12.-16.3.2017) vorgestellt. Wie an dieser Stelle bereits berichtet, sind FoBiG und Fraunhofer ITEM seit Januar 2017 mit einem Folgeprojekt der EFSA zu diesem Thema befasst, welches das an 100 Substanzen erprobte Verfahren auf alle unter REACH registrierten Stoffe ausweitet.

Ihr Kontakt für weitere Informationen bei FoBiG ist Jan Oltmanns