Aktuelles

Seit 17. September 2020 liegt die finalisierte Risikobewertung der EFSA  zu den vier mengenmäßig wichtigsten PFAS in Lebensmitteln vor. Der Gruppen-TWI (tolerierbare wöchentliche Aufnahme) für alle vier Stoffe (Perfluoroctansäure (PFOA), Perfluorooctansulfonat (PFOS), Perfluornonansäure (PFNA) und Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS)) in Höhe von 4,4 ng/kg KG pro Woche wurde auf Basis der Beeinträchtigung der Immunantwort als empfindlichstem Endpunkt abgeleitet. Diese neue Risikobewertung macht eine Überarbeitung der Leitwerte bzw. Gesundheitlichen Orientierungswerte (GOW) für PFAS im Trinkwasser notwendig. Auch der Entwurf für die europäische Trinkwasserrichtlinie sieht eine Regulierung von PFAS im Trinkwasser vor. Das Umweltbundesamt hat in einer Empfehlung bereits jetzt auf die sich daraus ergebenden Herausforderungen für die Analyselabore hingewiesen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an Ulrike Schuhmacher-Wolz.

Mit der Verordnung (EU) 2020/171 vom 6. Februar 2020 hat die Europäischen Kommission, Empfehlungen der ECHA folgend, 11 neue Stoffe in REACH Anhang XIV aufgenommen, darunter einige Borate und von Benzotrioazol abgeleitete UV-Stabilisatoren. Damit wird die Verwendung dieser Stoffe unzulässig, wenn nicht rechtzeitig Zulassungsanträge für bestimmte Verwendungen gestellt werden. Die Fristen hierfür sind teilweise sehr kurz gesetzt (Ende 2021).


Name                                                                                                       EC #                                 CAS #
1,2-Benzenedicarboxylic acid, dihexyl ester, branched and linear      271-093-5                         68515-50-4

Dihexyl phthalate                                                                                 201-559-5                         84-75-3

1,2-benzenedicarboxylic acid, di-C6-10-alkyl esters                            -                                        -
or mixed decyl and hexyl and octyl diesters
with ≥ 0.3% of dihexyl phthalate (EC No. 201-559-5)    

Trixylyl phosphate                                                                               246-677-8                          25155-23-1

Sodium perborate, perboric acid, sodium salt                                      -                                         -
Perboric acid, sodium salt
EC No.: 234-390-0 | CAS No.: 11138-47-9
Sodium perborate EC No.: 239-172-9 | CAS No.: 15120-21-5   

Sodium peroxometaborate                                                                  231-556-4                           7632-04-4

5-sec-butyl-2-(2,4-dimethylcyclohex-3-en-1-yl)-5-methyl-                   -                                          -
1,3-dioxane [1], 5-sec-butyl-2-(4,6-dimethylcyclohex-3-en-1-yl)-
5-methyl-1,3-dioxane [2]
covering any of the individual stereoisomers of [1] and [2] or
any combination thereof       

2-(2H-benzotriazol-2-yl)-4,6-ditertpentylphenol (UV-328)                   247-384-8                           25973-55-1

2,4-di-tert-butyl-6-(5-chlorobenzotriazol-2-yl)phenol (UV-327)            223-383-8                          3864-99-1

2-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(tert-butyl)-6-(sec-butyl)phenol (UV-350)   253-037-1                          36437-37-3

2-benzotriazol-2-yl-4,6-di-tert-butylphenol (UV-320)                           223-346-6                           3846-71-7

Für Fragen zur Zulassung unter REACH wenden Sie sich bitte an Dr. Klaus Schneider.

Am 1. Juli 2020 hat Klaus Schneider das Amt des FoBiG-Geschäftsführers an Jan Oltmanns übergeben. Wir danken Klaus Schneider sehr für mehr als 8 exzellent geführte Jahre und freuen uns, dass er weiterhin für FoBiG tatkräftig inhaltlich arbeiten wird! Jan Oltmanns ist als Naturwissenschaftler seit über 30 Jahren Mitarbeiter und seit 11 Jahren Gesellschafter unserer Firma. Die sorgfältig vorbereitete Übergabe innerhalb des Unternehmens lässt auf viele weitere Jahre guter Ausrichtung bei FoBiG hoffen.

15. Juni 2020

Aufgrund der derzeitigen Corona-Situation arbeiten wir in großen Teilen von zu Hause aus. Deshalb sind wir nicht wie gewöhnlich durchgehend telefonisch im Büro erreichbar. Mailen Sie uns bitte, wenn Sie uns kontaktieren möchten. Wir werden dann umgehend telefonisch oder schriftlich antworten.

FoBiG freut sich, den Beginn der Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der „Hydrocarbon Solvents Producers Association“ (HSPA) bekannt zu geben. Wir freuen uns, die HSPA bei der Dossiererstellung für Kohlenwasserstofflösungsmittel zu unterstützen, die in Druckfarben (oder anderen Mischungen) in Materialien mit Lebensmittelkontakt (FCM) verwendet werden. Derzeit gibt es keine entsprechende europäische Gesetzgebung. Der Antrag ist für die Einreichung beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zur Aufnahme entsprechender Stoffe in eine Empfehlungsliste (die rechtlich nicht bindend ist) vorgesehen.

Für weitere Informationen zu Materialien mit Lebensmittelkontakt wenden Sie sich bitte an Karin Heine.

FoBiG hat zusammen mit dem Öko-Institut und Risk & Policy Analysts (RPA) die Generaldirektion Umwelt (DG ENV) der Europäischen Kommission bei der Entwicklung von Indikatoren unterstützt, die die Vorteile der EU-Chemikaliengesetzgebung für die menschliche Gesundheit und die Umwelt messen. Während die Entwicklung solcher Indikatoren auf verschiedene Probleme stößt, enthält der kürzlich veröffentlichte Bericht zu diesem Projekt eingehende Analysen mehrerer möglicher Indikatoren und schlussfolgert für jeden von ihnen, ob er in Zukunft weiterverfolgt werden sollte, in Zukunft ein gewisses Potenzial haben könnte oder nicht weiter in Betracht gezogen werden sollte. FoBiG hat zu diesem Bericht u.a. ein Konzept beigesteuert, das es erlaubt, Messdaten hinsichtlich ihrer Eignung für die Indikatorenentwicklung zu analysieren.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Jan Oltmanns.

Aus Altreifen hergestellte Gummipartikel werden als Füllmaterial für Kunstrasenplätze verwendet. In einem Projekt auf Initiative der europäischen Reifenhersteller (European Tyre and Rubber Manufacturer‘s Association, ETRMA) und der „Crumb Rubber Industry Platform“ (CRIP) bewertete FoBiG, in Zusammenarbeit mit den Partnern Eurofins und Labosport, die gesundheitlichen Risiken durch diese Verwendung. Die Ergebnisse wurden in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Science of the Total Environment“ in drei Publikationen veröffentlicht und sind als „open access“ öffentlich einsehbar:

ERASSTRI - European Risk Assessment Study on Synthetic Turf Rubber Infill – Part 1: Analysis of infill samples
ERASSTRI - European Risk Assessment Study on Synthetic Turf Rubber Infill – Part 2: Migration and monitoring studies
ERASSTRI - European Risk Assessment Study on Synthetic Turf Rubber Infill – Part 3: Exposure and risk characterisation

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich an Klaus Schneider.

Allergische Hauterkrankungen durch berufliche Exposition gegenüber sensibilisierenden Arbeitsstoffen stellen ein zentrales Problem im präventiven Arbeitsschutz dar. Dies trifft ebenfalls auf Epoxidharzsysteme zu, die durch technisch herausragende Eigenschaften bekannt sind. Bereits mehrere Projekte beschäftigten sich mit der sensibilisierenden Wirkstärke der darin enthaltenen Inhaltsstoffe. Als technische Neuerung in den Systemen werden vermehrt sogenannte Präpolymere eingesetzt. Das derzeitige Projekt soll an Hand einer in vitro Testung Aussagen zur sensibilisierenden Wirkstärke im Vergleich zu den monomeren Bestandteilen treffen. Das Projekt wird durch die DGUV gefördert (FP-0451). Die Testung weiterer Inhaltsstoffe wird von den Mitgliedern des Arbeitskreis Epoxidharzinhaltsstoffe inhaltlich und finanziell unterstützt. Der Abschluss des Projekts wird zum Jahresende erwartet.

Ihr Kontakt für weitere Informationen bei FoBiG ist Karin Heine.

Im Springerverlag wurde kürzlich das Lehrbuch “The Practice of Consumer Exposure Assessment” (Herausgeber Gerhard Heinemeyer, Matti Jantunen, and Pertti Hakkinen), veröffentlicht, mit einem Beitrag von Klaus Schneider. Das Buch gibt einen umfassenden und detaillierten Überblick in die Methodik und Praxis der Bewertung der Exposition der Verbraucher gegenüber Stoffen in Lebensmitteln, Verbraucherprodukten und Umweltmedien.

Im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) analysiert FoBiG die Methoden zur Ableitung von Arbeitsplatzgrenzwerten und erarbeitet Vorschläge für Aktualisierungen und Harmonisierungen. Die ersten Teilberichte des Projektes zu
• Analyse der gegenwärtig verwendeten Methodiken
• Anwendung von Dosis-Wirkungsmodellierung
• Anwendung probabilistischer Verfahren
• Und zur Pfad-zu-Pfad-Übertragung
wurden nun auf der BAuA-Internetseite veröffentlicht.

Bei Fragen kontaktieren sie bitte Klaus Schneider.

Mitarbeiter von FoBiG haben in „sicher ist sicher“, einer Fachzeitschrift für Sicherheitstechnik, Gesundheitsschutz und menschengerechte Arbeitsgestaltung einen Artikel zur sicheren Verwendung von Epoxidharzprodukten  veröffentlicht. Darin werden die langjährigen, gemeinsamen Aktivitäten von Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen (z.B. Hersteller, Anwender, Arbeitsschutzbehörden, Unfallversicherungsträger) vorgestellt. Als Highlight wird der neu entwickelte „Gemischerechner“ zum Vergleich der sensibilisierenden Wirkstärken zweier technisch ähnlicher Epoxidharzprodukte präsentiert.

Bei Fragen kontaktieren sie bitte Karin Heine.

FoBiG und Partner Fraunhofer ITEM haben das in einer Pilotstudie für die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) entwickelte Verfahren zur Identifikation neu aufkommender chemischer Risiken in der Nahrungskette in einem weiteren durch die EFSA finanzierten Projekt auf die unter der REACH-Verordnung registrierten Chemikalien angewendet. Nach der Veröffentlichung des umfangreichen externen wissenschaftlichen Abschlussberichts durch die EFSA wurden die zentralen Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Environmental Science: Processes & Impacts veröffentlicht. Für alle bewerteten Substanzen stehen dort zudem die relevanten Eingangsdaten sowie Ergebnisse interessierten Anwendern für weitere Analysen zur Verfügung.

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte Jan Oltmanns.