Aktuelles

Im Rahmen des 60. Eurotox-Kongresses präsentieren wir die Ergebnisse des vom Umweltbundesamt (UBA) geförderten Projekts zu flüchtigen PFAS in der Innenraumluft. In der Literatur finden sich Hinweise zu dem häufigen Vorkommen von Fluortelomeralkoholen und N-alkylierten Sulfonsäureamiden in der Innenraumluft. Im Rahmen des Projekts wurden deshalb 6:2 FTOH und 8:2 FTOH sowie EtFOSA und EtFOSE als Vertreter dieser beiden Gruppen toxikologisch bewertet und Vorschläge für Richtwerte erarbeitet. Besuchen Sie uns während der Posterpräsentationen am Dienstag, den 15. September 2026, Poster P25-22: „Health-related evaluation of volatile PFAS in indoor air“. Wir freuen uns auf interessante Diskussionen und den wissenschaftlichen Austausch. 

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Dr. Ulrike Schuhmacher-Wolz

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat eine neue Studie auf ihrer Website veröffentlicht, die von unserem Team durchgeführt wurde.
Die Studie widmete sich der Ermittlung von Ersatzstoffen und -verfahren für die Verwendung von Oximen als Hautverhinderungsmittel in Farben und Lacken und als Vernetzer (Silan-Oxime) in Dichtstoffen. Die Verwendung dieser Stoffe in diesen Produktgruppen ist kritisch, da während des Aushärtungsprozesses Oxime in die Umgebungsluft freigesetzt werden, die eine potenzielle Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen (z. B. sind weit verbreitete Stoffe wie MEKO und DMKO als krebserzeugend (Kategorie 1B) eingestuft).


Wichtigste Erkenntnisse im Überblick:
•    Grundsätzlich: Produzenten bestätigen, dass ein Wechsel zu oximfreien Produkten in den meisten Anwendungsbereichen prinzipiell möglich ist.
•    Farben & Lacke: Alternative Systeme (wie wasserbasierte Lacke oder Acryllacke) kommen ohne Hautverhinderungsmittel aus, zeigen jedoch bei speziellen Anwendungen Leistungseinschränkungen.
•    Silikondichtstoffe: Alkoxy-, Acetoxy- oder Lactatester-Systeme sowie Hybrid- oder Polyurethanverbindungen sind einsatzbereit. Sie weisen vereinzelt Nachteile bei Trocknungszeit, Haftung oder Verfärbungen auf.
•    Forschungsbedarf: Für eine zielgerichtete Weiterentwicklung von Alternativen fordert die Industrie vor allem rechtliche Klarheit bei den Regulierungsvorschriften.


Den vollständigen Bericht mit allen Umfrageergebnissen und Analysen finden Sie direkt auf der Website der BAuA.

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Dr. Melanie Macherey

Ende Juni wurde die Aktualisierung der ECHA-Empfehlung von 2022 zur Dosiswahl für Studien zur Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität (DART-Studien) im Rahmen von REACH veröffentlicht. 
Bei der Dosiswahl für DART Studien ist immer abzuwägen zwischen Tierwohl und dem Ziel, mit der Studie Daten zu generieren, die für die Einstufung, Kennzeichnung und Risikoabschätzung verwendet werden können. Wir begrüßen die eindeutige Empfehlung, dass die Dosis von 1000 mg/kg KG/d die Obergrenze für die Testung darstellt.
Andere Aspekte, die in der Vergangenheit auch intensiv und kontrovers diskutiert wurden, blieben unverändert: So sind nach wie vor viele Fragen zur Bewertung des Endpunkts „severe suffering“ offen. Hier wird nur auf die entsprechende OECD-Guidance aus dem Jahr 2002 verwiesen, die selbst seit langem nicht aktualisiert wurde.
An der Obergrenze von 1000 mg/kg KG/d ist auch festzuhalten, wenn bei Abwesenheit eindeutiger Effekte auf systemische oder reproduktionstoxische Endpunkte bei den Muttertieren gleichzeitig intrauterine oder postnatale Mortalität bei den Nachkommen auftritt und die Anzahl der Nachkommen in einer Mehrgenerationenstudie eindeutig reduziert ist. Ob dies zielführend für diesen Studientyp ist, wird immer wieder diskutiert. 
Bei allen Fragen rund um die Planung Ihrer DART Studien stehen wir Ihnen gerne beratend zur Verfügung.

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Dr. Ulrike Schuhmacher-Wolz

Seit vielen Jahren ist FoBiG (in Zusammenarbeit mit dem Öko-Institut) an der Erstellung der „Chemie-Indikatoren“ beteiligt. Eurostat veröffentlicht sowohl die eigentlichen Datensätze sowie kurze Beschreibungen. FoBiG extrahiert hierbei die Einstufungen nach CLP-Verordnung, die eine Einstufung in die Gefahrengruppen des Indikatorensystems erlaubt. In einer neueren Ausgabe der Podcast-Serie „Stats in a Wrap“ erläutert Jan Oltmanns zusammen mit Carla Teixeira (Generaldirektion Eurostat) und Aleksandra Małyska (Generaldirektion Umwelt) einige Aspekte dieser Indikatoren. Der Podcast ist hier verfügbar.

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Jan Oltmanns, MSc, PgDip

Die Erfüllung von Informationsanforderungen unter REACH ist für einige Arten von Stoffen mitunter schwierig. Dies trifft in besonderem Maße auch für kohlenstoffbasierte Nanomaterialien, wie beispielsweise Multi-Walled Carbon Nanotubes (MWCNTs) zu. FoBiG hat zusammen mit TSafeE GmbH und TSafeG Co. Ltd. sowie weiteren Kolleginnen und Kollegen die Problematik in zwei Beiträgen für die Zeitschrift Environmental Sciences Nano beschrieben: zum einen für ausgewählte Aspekte des  Umweltverhaltens und zum anderen für in vitro-Testung auf Augenreizung, Hautsensibilisierung sowie Genmutationen in Säugerzellen. Die Beiträge stellen die Herausforderungen sowie mögliche Lösungsansätze dar, adäquate Daten für die betrachteten Endpunkte im regulatorischen Kontext zu generieren. 

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Jan Oltmanns, MSc, PgDip

Wir trauern um Gabriele Häffner

Wir trauern um unsere ehemalige Mitarbeiterin Gabriele Häffner, die am 24. März ganz plötzlich und unerwartet verstorben ist.
Wir verlieren eine langjährige Kollegin, Freundin und liebe Weggefährtin. Gabriele war seit Beginn Teil von FoBiG und hat unsere Firma vom Sekretariat aus mitgestaltet und immer herzlich begleitet. Wir sind dankbar, dass sie so lange ein Teil von FoBiG war.

Die Exposition von Verbrauchern und Verbraucherinnen gegenüber Chemikalien wird in der EU derzeit für verschiedene Produkte separat bewertet, ohne die Exposition aus verschiedenen Quellen zu aggregieren. Eine neue Studie, die von FoBiG gemeinsam mit Clariant durchgeführt wurde, entwickelt eine Methode zur aggregierten Bewertung der Verbraucherexposition, mit der die Exposition von sieben Bevölkerungsgruppen über alle Expositionswege bewertet wird. Zur Berücksichtigung populationsspezifischer Unterschiede werden körpergewichtsnormierte Eingabewerte für wichtige Parameter verwendet. Die Studie demonstriert die Machbarkeit der Methodik, indem sie die Exposition der Verbraucher gegenüber dem Antioxidans Hostanox® O 3 über Lebensmittel, Trinkwasser, Textilien und definierte Verbraucheranwendungen bewertet. Diese Studie kann als Grundlage für die Weiterentwicklung von Methoden zur aggregierten Expositions- und Risikobewertung im Rahmen der EU-Rechtsvorschriften dienen.

Karin Heine stellt am 18.03 das Poster mit dem Titel „Practical approach to dermal risk assessment for seven reprotoxic substances contained in epoxy resin systems“ vor. Sieben Reaktivverdünner aus Epoxidharzsystemen wurden kürzlich anhand neuer Testergebnisse als reproduktionstoxisch eingestuft (Repro. 1B). Die Änderungen der Gefahrstoffverordnung (§ 10a GefStoffV) besagen, dass nun auch für reproduktionstoxische Stoffe ein Expositionsverzeichnis zu führen ist, sofern sich aus der Exposition eine Gefährdung der Gesundheit ergibt. Um die Gefährdung nach dermaler Exposition der ebenfalls hautsensibilisierenden Stoffe einzuschätzen, wurde eine Abschätzung der Hautresorption für die sieben Substanzen und der sich daraus ergebenden Gesundheitsgefährdung durchgeführt. Diese Arbeit wurde im Rahmen der Unterstützung für den Arbeitskreis Epoxidharz-Inhaltsstoffe durchgeführt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und interessante Diskussionen.

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Dr. Karin Heine

Schon mehrfach war FoBiG daran beteiligt, im Rahmen einer Initiative der Europäischen Kommission europaweit einheitliche Werte für Materialausgasungen aus Bauprodukten in die Raumluft zu erarbeiten (EU-LCI-Werte). Nun sind wieder fünf neue Stoffe bewertet worden. Dies sind 4-Hydroxy-4-methylpentan-2-on (Diacetonalkohol), 1,4-Butanediol (1,4-BD), Acetophenon, n- und Isopropylacetat und Isobutylacetat, von denen FoBiG die ersten beiden bearbeitet hat. 
Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist hier zu finden.

15. Dezember 2025
Beständig im Wandel

Wir bedanken uns für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr und grüßen mit einem Blick in den Park vor unserem Bürogebäude. Wie die Platane dort entwickelt sich FoBiG weiter - und bleibt sich dabei treu. Mitte des Jahres hat Jan Oltmanns die Geschäftsführung an die langjährigen Mitarbeiterinnen Karin Heine und Eva Kaiser übergeben; Jan Oltmanns bleibt uns als erfahrener Wissenschaftler weiterhin erhalten. Mit diesem Wechsel sichern wir aktiv auch für die Zukunft FoBiGs bewährte Arbeitsweise. Zum gleichen Zeitpunkt schied Klaus Schneider als Gesellschafter unserer GmbH aus. Jedoch konnten wir Anne Bierwisch, Henrike Berkefeld, Melanie Macherey, Stephanie Kraft und Aileen Fiand als neue Gesellschafterinnen gewinnen. Sie drücken damit ihre Absicht aus, langfristig unsere Firma mitgestalten zu wollen. Wir freuen uns auf unsere neuen Rollen und auf aufregende Projekte 2026 und wünschen erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ab 31. Dezember 2025 können die „Mitteilungen der Absicht“ (Notification of Interest, NoI) für die EUPL bei der ECHA eingereicht werden. Diese sind die Voraussetzung für einen späteren Antrag zur Aufnahme eines Stoffes in die Positivliste oder zur Einreichung eines Überprüfungsantrags rechtzeitig vor dem Ablaufdatum für bereits gelistete Stoffe. Die NoI bietet Ihnen u.a. die Möglichkeit, Partner für einen gemeinsamen Antrag zu identifizieren. Wir bereiten gerade die NoIs für mehrere Kunden vor und unterstützen auch Sie gerne bei allen Fragen rund um die EUPL sowie der technischen Umsetzung mit Hilfe der IUCLID Software.

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Dr. Ulrike Schuhmacher-Wolz

Ende September wurden von der Europäischen Kommission (Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Inklusion) die Endberichte zu dem EU-Projekt „Studie zur Erhebung der neuesten Informationen über Stoffe zur Analyse der gesundheitlichen, sozioökonomischen und ökologischen Auswirkungen im Zusammenhang mit möglichen Änderungen der Richtlinie 2004/37/EG zum Schutz der Arbeitnehmer vor den Risiken einer Exposition“ veröffentlicht.
Insgesamt handelt es sich um sechs Berichte:


Gemeinsam mit mehreren Projektpartnern war FoBiG an der Erarbeitung dieser Berichte beteiligt.