13.05.2016

Ranking von Stoffen in Epoxidharzsystemen aufgrund ihrer sensibilisierenden Wirkstärke

Epoxidharzsysteme haben hervorragende technische Eigenschaften und sind nur schwer zu ersetzen. Viele Epoxidharzinhaltsstoffe können zu Allergien führen. FoBiG führt aktuell ein weiteres DGUV gefördertes Forschungsprojekt zum Thema sensibilisierende Wirkstärke von Inhaltsstoffen aus Epoxidharzsystemen durch (FP-0384). Dies ist ein Folgeprojekt des früheren FP-0324 „Ranking von Stoffen in Epoxidharzsystemen aufgrund ihrer sensibilisierenden Wirkstärke“ (Endbericht siehe GISBAU Homepage). Im aktuellen Projekt liegt der Fokus auf der Überprüfung der gewählten Bewertungsmethodik, aber vor allem auf der Schließung von Datenlücken, die im Vorläuferprojekt aufgezeigt wurden und enthält somit ein umfangreiches Testprogramm. Außerdem wurde die Liste der zu bewertenden Inhaltsstoffe um weitere Substanzen ergänzt und es soll die Frage der sensibilisierenden Potenz von verschiedenen Formulierungen erörtert werden. Die Resultate des Projekts, zum Beispiel eine Liste mit umfassender Charakterisierung der Inhaltsstoffe hinsichtlich ihrer sensibilisierenden Wirkstärke aber auch anderer Eigenschaften, sollen öffentlich zugänglich gemacht werden. Dies ist wichtig, um den Zielgruppen des Projekts  - Hersteller und Anwender von Epoxidharzsystemen, Betriebsärzte und Kontrollinstitutionen – konkrete Handlungsoptionen zu ermöglichen. Beispielsweise soll es die Hersteller befähigen, Epoxidharzsysteme mit möglichst geringer sensibilisierender Wirkstärke zu entwickeln. Anwender können durch ihr Nachfrageverhalten diesen Auswahlprozess und somit Substitutionsprozess unterstützen. Der Abschluss des Projekts wird im Herbst 2016 erwartet. Ihr Kontakt für weitere Informationen bei FoBiG ist Fritz Kalberlah.