Aktuelles

Unsere Kollegin Karin Heine hält im Sommersemester 2016 eine Vorlesung zum Thema Regulatorische Toxikologie. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vorlesungsreihe Toxikologie für Chemiker und Naturwissenschaftler ausgerichtet vom Lehrstuhl für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg statt. Frau Heine wird darin neben dem grundsätzlichen Vorgehen in der Regulation von Chemikalien nach heutigem Standard auch aktuelle Beispiele aus dem Alltag eines Toxikologen präsentieren.

Bei Fragen und Interesse wenden Sie sich direkt an Karin Heine!

Die EU-weite Harmonisierung zur Bereitstellung von Notfallinformationen für als gefährlich eingestufte Gemische (z. B. manche Reinigungsmittel, Farben, Klebstoffe) ist im Artikel 45(4) der CLP Verordnung verankert. Die EU Kommission ist derzeit dabei einen Gesetzesentwurf zu verabschieden. Die neue Verordnung unter Art. 45 CLP wird im Herbst 2016 erwartet und soll Ende des Jahres in Kraft treten.

Importeure und nachgeschaltete Anwender, die Gemisch vermarkten, welche bezüglich physikalischer Gefahren oder Gefahren für die menschliche Gesundheit eingestuft sind, werden dazu verpflichtet Informationen an Poison Centres einzureichen. Im Vergiftungsnotfall kann so über die Poison Centers schnell Hilfe geleistet werden.

Zukünftig (genauer Termin steht noch nicht fest) müssen Informationen über ein online-basiertes XML-Reporting-Format eingereicht werden. Gefordert sind Angaben zur Zusammensetzung des Gemisches (Identität und Konzentrationsbereiche von Inhaltsstoffen) und Informationen aus dem Sicherheitsdatenblatt wie Einstufungshinweise und Kontaktangaben. Ende 2016 wird ein neues Produktkategorisierungssystem implementiert und ein Tool zur Generierung von Unique formula identifiers (UFI) erstellt werden, um die einfache Identifizierung von Produkten zu ermöglichen. Der UFI-Code muss auf dem Etikett des Produktes stehen.

Für weitergehende Informationen, wenden Sie sich bitte an Marie-Léonie Bohlen.

Epoxidharzsysteme haben hervorragende technische Eigenschaften und sind nur schwer zu ersetzen. Viele Epoxidharzinhaltsstoffe können zu Allergien führen. FoBiG führt aktuell ein weiteres DGUV gefördertes Forschungsprojekt zum Thema sensibilisierende Wirkstärke von Inhaltsstoffen aus Epoxidharzsystemen durch (FP-0384). Dies ist ein Folgeprojekt des früheren FP-0324 „Ranking von Stoffen in Epoxidharzsystemen aufgrund ihrer sensibilisierenden Wirkstärke“ (Endbericht siehe GISBAU Homepage). Im aktuellen Projekt liegt der Fokus auf der Überprüfung der gewählten Bewertungsmethodik, aber vor allem auf der Schließung von Datenlücken, die im Vorläuferprojekt aufgezeigt wurden und enthält somit ein umfangreiches Testprogramm. Außerdem wurde die Liste der zu bewertenden Inhaltsstoffe um weitere Substanzen ergänzt und es soll die Frage der sensibilisierenden Potenz von verschiedenen Formulierungen erörtert werden. Die Resultate des Projekts, zum Beispiel eine Liste mit umfassender Charakterisierung der Inhaltsstoffe hinsichtlich ihrer sensibilisierenden Wirkstärke aber auch anderer Eigenschaften, sollen öffentlich zugänglich gemacht werden. Dies ist wichtig, um den Zielgruppen des Projekts  - Hersteller und Anwender von Epoxidharzsystemen, Betriebsärzte und Kontrollinstitutionen – konkrete Handlungsoptionen zu ermöglichen. Beispielsweise soll es die Hersteller befähigen, Epoxidharzsysteme mit möglichst geringer sensibilisierender Wirkstärke zu entwickeln. Anwender können durch ihr Nachfrageverhalten diesen Auswahlprozess und somit Substitutionsprozess unterstützen. Der Abschluss des Projekts wird im Herbst 2016 erwartet. Ihr Kontakt für weitere Informationen bei FoBiG ist Fritz Kalberlah.

FoBiG hat zusammen mit der Partnerfirma aproxima eine Studie im Auftrag des Bundesinstitutes für Risikobewertung – BfR zur Verbraucherexposition begonnen. Diese Machbarkeitsstudie hat zum Ziel, eine Methodik zur Sammlung von Daten zum Verbraucherverhalten zu entwickeln, die in repräsentativen Verbraucherbefragungen eingesetzt werden kann, um Informationen zu Verwendungsmengen, Dauer und Häufigkeit, Verwendungsbedingungen und –ort zu erhalten. Diese Informationen sollen dazu dienen Expositionsschätzungen zu Verbraucherprodukten unter REACH zu verbessern. Die Methodik soll für alle Arten von Verbraucherprodukten einsetzbar sein.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Klaus Schneider.

Kühlschmierstoffe (KSS) aus der Metallbearbeitung sind oft Gemische aus zahlreichen Einzelstoffen (z.B. für Schmierwirkung, als Hochdruckzusatz, keimtötendes Mittel etc.). Daher treten Fragen auf, ob bestimmte Stoffe auch nach aktuellem Stand der Technik in KSS zu erwarten sind oder ob ein vorgefundener Inhaltsstoff gesundheitlich bedenklich ist. Eine Arbeitsgemeinschaft von Kühlschmierstoffverbrauchern (VKIS), Kühlschmierstoffherstellern (VSI) und Beschäftigten aus der Anwendung (vertreten durch die Industriegewerkschaft Metall) gibt deshalb jährlich eine Liste heraus („VKIS-VSI-IGM- Stoffliste für Kühlschmierstoffe“), in der z.B. gesundheitliche Grenzwerte, Beschränkungen in der Anwendung oder Maximalkonzentrationen in KSS dokumentiert sind (siehe Link unten).

Ergänzend und vertiefend hat FoBiG mit Unterstützung der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) ein „KSS-Komponenten Online-Informationssystem“ entwickelt, das weitere mögliche Inhaltsstoffe von KSS einordnet und zusätzliche Informationen zu vielen Stoffen bereitstellt. Zum Beispiel wird auf das Registrierungsdossier nach der Europäischen Chemikaliengesetzgebung (REACH) verwiesen und die Relevanz in KSS berichtet.

Dieses KSS-Komponenten Online-Informationssystem erscheint nun im neuen Gewand: Der Aufbau und das Design der Webseite wurde komplett überarbeitet. Auch die technische Plattform hat sich geändert. Die Links zu den REACH-Registrierungsdossiers wurden aktualisiert. Inhaltlich wurden die Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) und die Einstufungen nach CLP-Verordnung in den Formblättern aktualisiert (Stand: Oktober 2015). Neben den aktualisierten Formblättern sind alle Stoffeinträge der Datenbank jetzt auf dem Stand der neuen VKIS-VSI-IGM-Liste vom 18. Dezember 2015.

Besuchen Sie das neue KSS-Komponenten Online-Informationssystem hier

Für Fragen wenden Sie sich gerne an Jan Oltmanns.